Freitag, 13. November 2009CommunityfixIch schrieb in Der alljährliche Wikimedia-Spendenaufruf:
Daraufhin fragte Thomas:
Meine Antwort ist länger geworden und verdient einen eigenen Artikel. "Nein, das ist genau das, was da steht." Ihr helft niemandem, wenn ihr die Verwaltung von Wikimedia Deutschland blockiert, insbesondere nicht dem meiner persönlichen Meinung nach berechtigten Anliegen, die Strukturen der Wikipedia transparenter und offener zu machen. Man kann diese ganzen Aktionen des letzten Monats um die Wikipedia herum als Krieg auffassen, als Diskussion oder als Kommunikationsversuch. Wie immer man es deutet, man sollte dabei unbedingt das erwünschte Ziel direkt vor Augen behalten, ja es vielleicht sogar ausformulieren und auf einem Blatt Papier fixieren und neben den Monitor heften. Das hilft sehr. Nur wenn man sich diese Mühe macht, dann wird man sein eigenes Verhalten daran messen, ob es diesem Ziel förderlich oder hinderlich ist, und man hat einen Maßstab für das eigene Handeln. Das ist genau das, was einen Mob von einer strukturierten Organisation unterscheidet und was eine destruktive Denial Of Service Attacke von einer konstruktiven Aktion unterscheidet, mit der man eine Organisation auf ihr Problem aufmerksam macht und ihr dann hilft, es sinnvoll in den Griff zu bekommen. Mein Zettel sähe etwa so aus: Wikipedia hat meiner Auffassung nach eine Reihe von Problemen.
Die Wikipedia-Website ist strukturell angelegt, daß sie vereinzelt, daß sie kurz und unpersönlich kommuniziert und daß sie Multiplikatoreffekte verhindert. Das macht es Anfängern schwerer als nötig, einzusteigen und es macht es für die Ausbilder aufwendiger als nötig, ihren Job zu tun. Es mag sein, daß es noch mehr Probleme gibt, die sich herausarbeiten lassen, aber das sind die drei Dinge, die sich mir derzeit am klarsten erkennbar darstellen. Ich halte die Arbeit, die sich Scytale und Fefe mit der Software machen für wichtig und richtig. Aber für noch wichtiger hielte ich es, wenn man sich einmal überlegte, wie man denn die Wikipedia-Website umgestalten könnte. Ich wünsche mir, daß die Site auf der einen Seite eine bessere Bewertung der Artikelqualität auch für Gelegenheitsnutzer zuließe. Ich glaube nicht, daß ein Gelegenheitsnutzer den Blick hat, mit dem er einen prämierten und ausgezeichneten Wikipedia-Artikel von einem durchaus langen, aber qualitativ unzureichenden Artikel unterscheiden kann. Die aktuelle Form der Artikel unterstützt das auch nicht gut - wie könnte man die in den Citations enthaltenen Fakten mit dem Artikeltext besser verknüpfen, sodaß besser erkennbar wird, was im Artikeltext belegt und was nicht belegt ist? Wie kann man sichtbar machen, welche Teile eines Artikels strittig und welche unstrittig sind? Wie kann man den Vollständigkeitsgrad eines Artikels schnell erfaßbar machen? Und wie kann man das alles so gestalten, daß es cool aussieht, oder daß man zwischen diesen Artikelansichten schnell wechseln kann? Wenn an einem Artikel etwas nicht in Ordnung ist, oder strittig ist, dann muß Kommunikation stattfinden. Wikipedia ist zur Zeit technisch ein mittelmäßiges Lexikon und ein wirklich schlechtes Forum. Wie kann man, nein, wie muß man die Wikipedia-Site ändern, damit eine bessere und durchaus persönlichere Form der Auseinandersetzung mit strittigen Fragen möglich wird? (Persönlich nicht im Sinne von 'persönlich werden', sondern im Sinne von 'damit man sich des Menschen hinter den vier Tilden besser bewußt wird') Am Ende ist die Frage, wie man die Probleme, die ich in Communitygift versucht habe zu skizzieren angeht, und wie man sie durch die äußere Form und die Mechanismen der Site selber unterstützt. Damit ist es jedoch nicht getan, Wikipedia hat auch Prozeßprobleme. Es gibt ein Mentorensystem, aber es erscheint mir optional und es scheint zu erfordern, daß ein Neuling davon weiß und aktiv nach einem Mentor fragt, damit es greift. Jedenfalls ist nach meinem Informationsstand nicht sichergestellt, daß ein Neuling vom Mentorensystem erfährt und er einen Mentor angeboten bekommt. Offenbar ist das Mentoring auch mehr oder weniger 1:1, das heißt jeder Neuling bindet einen vollen Mentor und Dritte profitieren nicht von der Arbeit, die ein Mentor sich mit einem Neuling macht. Besser wäre etwas, bei dem ein Mentor sich mit einem Neuling befaßt und bei dem eine kleine Gruppe von Dritten auf einem ähnlichen Level das verfolgen könnte, ähnlich wie eine Schulklasse der Unterhaltung zwischen einem Lehrer und dem Schüler der grade dran ist verfolgt und davon profitieren kann. Man braucht also einen Mechanismus, der einem Mentor mehrere Schüler mit kompatiblen Hintergründen und Zielen zuordnet und beim den diese kleine Gruppe nicht nur allen Mentor-Schüler-Dialogen folgen kann, sondern sich auch gegenseitig helfen kann. Mir ist nicht klar, ob es ein Ausbildungsprogramm für Mentoren gibt, und einen Plan der zu vermittelnden Inhalte und eine Liste von zu erreichenden und womöglich gar zu verifizierenden Lernzielen. Das würde sicherlich helfen, die Arbeit der Mentoren zu erleichtern und es würde auch die gewünschte Kultur von Wikipedia verbalisieren und damit einem Diskurs formal zugänglich machen. Das ist für mich ein ganz zentraler Punkt. Mir stellt sich Wikipedia von der Kommunikationskultur her als passiv-aggressiv dar, und ich empfinde auch eine gewissen Wagenburg-Mentalität. Ich habe meine Theorien, warum das so ist, aber ich habe keine Belege dafür, sondern nur Vermutungen. Da ist einmal die Tatsache, daß im Löschprotokoll jede Menge Artikel aufzufinden sind, die keine sein, sondern nur Schmierereien. Das bindet nicht nur Ressourcen, sondern es erzeugt auch ein 'Wir gegen die' im Gehirn der Leute, die da aufräumen, einen 'Muss sauberhalten'-Reflex, der auch dann nicht aufhört zu ticken, wenn diese Personen andere Dinge in der Wikipedia tun. Ich glaube tatsächlich, daß eine höhere Einstiegshürde hier helfen würde. Ich glaube fest daran, daß man mit offenem Visier arbeiten sollte und ich sehe keinen Grund, warum jemand anonym, also 'als IP', neue Artikel anlegen können sollte - es wäre getrennt zu evaluieren, ob jemand 'als IP' bestehende Artikel überarbeiten können sollte oder wie das mit strittigen Artikeln, geprüften Versionen und anderen qualitätssichernden Mechanismen zusammenspielt. Jedenfalls sehe ich Wikipedia ganz sicher als etwas, das einer Ausbildung von Neulingen bedarf, was Ziele, Arbeitsweise und Kultur angeht - genau genommen sogar, was das Lesen von Artikeln angeht, siehe meine Bemerkungen zur Visualisierung von Qualität oben. Ich kann daher nicht erkennen, wie ein anonymer Benutzer eine Chance haben sollte, einen sinnvollen neuen Artikel zu erzeugen - 99% Spam über diesen Kanal stellen den Wert des Kanals selbst in Frage. Soweit ich weiß ist die englische Wikipedia auch schon so weit und läßt 'eine IP' keinen Artikel mehr anlegen. Wenn man den Streß bei den Löschköpfen senkt, indem man den Müllstrom einfach zudreht und an alle eingehenden neuen Artikel auch zwingend Namen dran baut, dann wird sich die Situation mit Sicherheit für alle Beteiligten massiv entspannen. Wikipedia ist dann nicht mehr anonyme Landschaft, sondern ein Garten, also Gegend, die jemand gehört und Änderung der Gegend, wobei die Änderung auch jemandem gehört. Die passiv-aggressive Weise findet ihren Niederschlag auch in den 'Ausbildungsmaterialien', die ich gesehen habe. Es ist vollkommen sinnlos und pädagogisch totaler Irrsinn, jemanden mit einem WP:RK auf 22 Druckseiten Relevanzkriterien zu schicken. Ähnliche Materialien, die in der Wikipedia auch zur Ausbildung verwendet werden, sind einem ähnlich trostlosen textwüstigen Zustand und können bestenfalls zur Textbausteinigung von Neulingen verwendet werden. So etwas produziert man nicht, wenn man jemanden aufnehmen und zum Erfolg führen will, sondern so gestaltet man Material, das abschrecken soll. Sinnvolle Materialien sind klein, sodaß sie verwendet werden, um einen Neuling gezielt zu der Antwort zu senden, die ihm weiterhilft. Und die Antwort wird nicht als WP:XY gegeben, sondern als "Ich sehe in Deinem Artikel das Problem p. In WP:XY wird erklärt, warum das ein Problem ist und wie wir in der Wikipedia dazu gekommen sind, das als Problem zu sehen. In Deinem Fall würde ich p lieber als p' formulieren, dann vermeidest Du das.". Die Länge der Antwort in WP:XY ist so bemessen, daß sie den Neuling nicht erschlägt, und sie enthält Verweise auf andere ähnliche Antworten oder Folgefragen, die erwartungsgemäß auftreten werden und einen Verweis auf eine Landkarte bzw. ein Inhaltsverzeichnis, damit man sich orientieren kann. Ich glaube, ein weiterer Grund für die Wagenburg-Mentalität und die Affinität zu Holzmedien, die ich empfinde ist Brockhaus-Neid. In der Vergangenheit hat Wikipedia sich beweisen müssen und ist von den Medien an den Bertelsmann- und Brockhaus-Lexika gemessen worden. Beide sind inzwischen Geschichte, aber Wikipedia befindet sich meinem Eindruck nach immer noch in der Tradition und im Wettbewerb mit diesen Enzyklopädien, anstatt sich davon zu emanzipieren und Wege zu finden, darüber hinaus zu wachsen. Es gibt ganz klar Möglichkeiten, über die Kommunikationsmethoden von totem Papier hinaus zu gehen, wenn man eine Website ist, aber Wikipedia entwickelt keinen erkennbaren Versuch das zu tun. Mit einer besseren Visualisierung von Qualität, Fakten und Diskurs kann Wikipedia nicht nur Wissen darstellen, sondern auch den Streit um und die Suche nach Wissen darstellen, und damit klar machen, wie es gewonnen und belegt wird. Das ist meiner Meinung nach die Mission, die Wikipedia annehmen muß, um sich weiterzuentwickeln und ich halte es durchaus für legitim, das einzufordern. Solche Strukturen erlauben es der Wikipedia dann auch, mit strittigen und unfertigen Dingen, aber auch mit transienten Themen auf eine Weise umzugehen, die es der Wikipedia erlaubt, die Zeit und den Aufwand der Autoren zu ehren anstatt als zentrales Reaktionsmittel auf fragwürdige Dinge nur die Löschung zu haben. Das heißt, das Kommunikationsziel dieses ganzen Diskurses ist für mich, die Wikipedia als Organisation zu lehren, differenzierter als mit 'Löschen' zu kommunizieren und sich strukturell und technisch von Holz-Lexika zu emanzipieren. Beides gehört untrennbar zusammen.
Geschrieben von Kristian Köhntopp
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Die Wikimedia Deutschland ist nicht die Betreiberin der deutschen Wikipedia! Das wird häufig verwechselt. Das einzige, was Wikimedia Deutschland mit der Wikipedia zu tun hat, sind Personalüberschneidungen. Um so frecher ist es, wenn man bei einer Wikipedia-Spendenaktion statt auf die Wikimedia Foundation (in den Vereinigten Staaten) auf die Wikimedia Deutschland gelenkt wird und damit genau die Löschadmins finanziell unterstützt, die Wikipedia (weder technisch noch inhaltlich) jedoch überhaupt nicht. Gruß, Stephan PS: Das ganze weiß ich auch erst, seitdem in einer Polizeiaktion die deutsche Wikimedia für Inhalte verantwortlich gemacht werden sollte und sie jede Zuständigkeit abstritt. Aber Wikimedia Deutschland könnte • einen "Lehrplan" und Materialien für die Ausbildung von Wikipedia Neuautoren produzieren lassen, in Zusammenarbeit mit der Community • die Weiterentwicklung und Modernisierung der Wikipedia-Software steuern und finanzieren, nach die Community sich hingesetzt und klare Entwicklungsziele formuliert hat • zusammen mit der Community eine Vision erarbeiten und Formulieren, die es der Wikipedia erlauben würde über die Mechanismen und Methoden von Holz-Lexika hinaus zu gehen Das sind alles Dinge, die ich mir von so einem Verein erwarten würde, denn er ist eine homogenere Organisation als eine lose organisierte Community und er hat mehr Mittel als diese. Ich erwarte von so einem Verein also, daß er die gewünschte Entwicklungsrichtung der Community feststellt und dann den ganzen Laden unter Mitnahme der Community in diese Richtung beschleunigt, kurz ich erwarte eine Entwicklung und daß der Verein dabei als Schrittmacher tätig wird. Das hab ich schon verstanden, aber die Hoffnung hab ich aufgegeben. Bei der deutschen Wikipedia gibt es viele Engagierte, aber halt auch die Problemadmins. Meiner Erfahrung nach ist die Wikimedia Deutschland deckungsgleich mit den Problemadmins. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass man an dieser Stelle etwas erreichen kann. Man sollte eher versuchen, über die eigentliche Betreiberin der deutschen Wikipedia, Wikimedia Foundation, dafür zu sorgen, dass destruktive Trends in der deutschen Wikipedia gestoppt werden. Dazu muss man nicht einmal willkürlich Admin rausschmeißen. Es wäre schon ein enormer Gewinn, wenn die Wikimedia Foundation es den Admins unmöglich macht, gelöschte Artikel vor der Allgemeinheit zu verstecken. Wenn diese in einer Art Müllhalde offen einsehbar wären, das hätte doch schon einen enormen Kontrolleffekt auf die Löschpraxis. P.S.: Nein, externe Projekte wie Deletionpedia haben keinen adäquate Effekt. Solche Lehrplänen gibt es. Fast jeder Neuling, der daneben greift, bekommt einen Hinweis auf seine Benutzerdiskussion gepostet. Zum Beispiel hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:81.201.203.61 Weitergehende Lehrmaterialien werden grade von der Wikimedia Foundation entwickelt - das Projekt nennt sich Bookshelf. Ebenso ist grade ein Projekt zur Verbesserung der Usability unterwegs: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikimedia-Foundation-sammelt-Spenden-856463.html Full ACK.
Danke für die (lange) Antwort - allerdings hätte ich die garnicht gebraucht bzw habe ich überhaupt keine erwartet. Urspünglich stand da ein "Fällt ein subversiver Aufruf zum dDOS eigentlich auch schon unter die Störerhaftung? ;-)" - was dann auf den Kern gekürzt wurde. Und nachdem ich Cookies aktiviert hatte, flog auch das Emotikon raus, weil ich es für mich offensichtlich war. Bin halt in der falschen Usenetecke sozialisiert worden. Wenn man sich die Seiten zum Thema Löschen in der Wikipedia anguckt sollte einem ein Problem eigentlich sofort ins Auge springen. Es ist nicht möglich, destruktive Mittel zu konstruktiven Zwecken einzusetzen, ohne dass es dabei zu Kollateralschäden kommt. Löschanträge sind dem Wesen nach destruktiv, bei der deutschen Wikipedia hat sich allerdings eingebürgert, dass diese vor allem auch konstruktiv zu verstehen sind. "Außerdem sollte beachtet werden, dass die Löschung nicht unbedingt das primäre Ziel des Löschantragstellers ist, oft wird um eine Relevanzklärung gebeten (insbesondere, wenn sich die Relevanz nicht genau aus dem Artikel erkennen lässt), um den Wikipedianern Gewissheit über den enzyklopädischen Nutzen des Artikels zu verschaffen." Mir ist völlig unverständlich wie man der Meinung sein kann, dass man Autoren neuer Artikel ermuntert und dabei hilft die Relevanz des Themas im Artikel besser darzustellen, indem man ein paar Sekunden nachdem die erste Version eingestellt wurde nen grossen roten Löschkasten einbaut und ne Begründung ala "zweifelsfrei irrelevant nach WP:RK" dazurotzt. Die Seite "WP:RK" ist dann ja auch gleich Realsatire: die Relevanz der Relevanzkriterien wird im Artikel überhaupt nicht dargestellt! Prinzipiell wäre es wünschenswert, wenn man in der Wikipedia einen Überblick über "fast alle" Themen bekommen könnte. Einen Artikel zu "Deutschland" kann man problemlos aufnehmen, da gibt es genügend zitierfähige Quellen, es gibt eine heterogene Menge qualifizierter Leser und Pfleger, das Thema ist inhaltlich umfangreich und lässt sich leicht in einem enzyklopädischem Stil und innerhalb der Strukturen der Wikipedia behandeln. Bei manch anderen Themen ist die Quellenlage erfahrungsgemäss eher schlecht, die Gruppe möglicher Autoren ist eher homogen und läuft Gefahr, das Thema aus einem bestimmten für den Leser unvorteilhaften Blickwinkel zu behandeln, es gibt vielleicht absolut nur sehr wenige die falsche oder veraltete Abschnitte entdecken und korrigieren können, oder es lässt sich in anderen Organisationsstrukturen besser behandeln. Die Relevanzkriterien geben Vermutungen und Erfahrungen wider, Dinge anhand derer man davon ausgehen kann, dass der Artikel vorteilhaft entwickelt und gepflegt wird. Das im Einzelfall korrekt zu bewerten, insbesondere wenn man sachfremd ist, ist naturgemäss schwierig, daher sind die Kriterien hinreichend, aber nicht notwendig, und auch unter Anpassungsdruck; mit einer grösseren, aufgeklärteren, mit Werkzeugen besser unterstützen Gemeinde lässt sich mehr abhandeln. Auf "WP:RK" steht nichts derlei sinnstifendes. Da muss es einen nicht wundern, wenn dahin verwiesene Neuautoren erstmal nicht viel damit anfangen können. Und auch den Alteingessenen raubt die fehlende Darstellung der Relevanz der Relevanzkriterien die Zielvorstellung. Alleine von der Wortwahl her schon, Relevanz, das heisst wohl es muss irgendwie "wichtig" sein, als Selbstzweck; dabei ist es lediglich ein Mittel zum Zweck, eine kleine Daumenregel um mittelfristiges Interesse und Qualität abzuschätzen. Da muss man sich dann arg wundern, was die Aktiven sich da für Admins zusammenwählen. Offenbar werden seit Jahren massenhaft Artikel gelöscht oder gleich in den Geburtsstunden verhindert, weil die "Relevanz" des "Lemmas" nicht ausreichend dargestellt wird, aber keiner kommt mal auf die Idee, dass gar nicht richtig kommuniziert wird, wie wichtig das ist, wie man das macht, wie man Autoren besser unterstützen kann, dass da die Relevanz, wenn sie denn so wichtig ist, von Anfang an klar ist? Es gibt Bausteine für Lücken, Redundanzen, Allgemeinverständlichkeit, Neutralität, fehlende Belege, sogar Schweizlastigkeit hat eine Vorlage, Relevanzdarstellungsmangel jedoch nicht. Ausser halt der erwähnten. "Der enzyklopädische Nutzen dieses Lemmas ist unklar. Du kannst Wikipedia helfen, indem du es zur Löschung vorschlägst." Auch wenn die Spendenaktion Wikimedia schadet, schadet Sie dem Verein wahrscheinlich nur, weil es keine andere Möglichkeit gibt, seinem Unmut irgendwo abzuladen. Ich komme zu dem Schluss dass es viel mehr Wikipedias braucht, dann kann man sich ein Weltwissen-Repository mit dem entsprechendem Paradigma aussuchen. Ich verstehe den Wirbel um Relevanz nicht wirklich, ein zusätzlicher Namensraum, und das Problem ist gelöst. Spannende Gedanken zum Mentorenprogramm. Ein ungelöstes Problem, das ich sehe ist, daß es nur dann greift, wenn jemand wirklich Lust hat, sich zumindest eine Weile aktiv zu beteiligen. Wer – was sicher nicht selten vorkommt – Wikipedia genau einen Artikel „schenken“ möchte, sprich sein Thema abladen (ob nun egoistisch oder altruistisch), sich aber nicht in die Strukturen einarbeiten oder längerfristig mitarbeiten möchte, dem ist mit dem Mentorenprogramm, das auf Dauer angelegt ist, meist nicht geholfen. Und für den Mentor ist es genauso frustrierend, wenn sein Engagement nicht nachhaltig ist. "Mir ist völlig unverständlich wie man der Meinung sein kann, dass man Autoren neuer Artikel ermuntert (...) indem man ein paar Sekunden nachdem die erste Version eingestellt wurde nen grossen roten Löschkasten einbaut und ne Begründung ala "zweifelsfrei irrelevant nach WP:RK" dazurotzt. " - nicht zu vergessen, das Mülltonnen-Piktogramm. Ich sehe das genauso, und habe WP schon vor 3 Jahren mal vorgeschlagen, die Löschdiskussion in der Form unter dem Titel, die Mülltonne etc. abzuschaffen und durch eine ansprechendere nettere Alternative zu ersetzen. Reaktion = 0. Denen gefällt es so, die hätten sogar den pampigen Löschfan Weissbier fast mehrheitlich zum Admin gewählt. Das ganze Problem beginnt schon damit, dass es für sie gar kein Problem bei all dem gibt. Eher liebgewonnene Wiki-Folklore. Das mit Weissbier ist gelogen: er wurde mit 167:256 Stimmen sehr eindeutig abgelehnt. "Sehr eindeutig" sieht aber schon noch anders aus, gelle?` PS: die forumssoftware hier ist kaputt, sie behauptet immer die "spamschutz-zeichenfolge wäre nicht richtig" wenn tatsächlich nur ein cookie fehlt. Könnte man durchaus aktivieren. 60 Prozent GEGENstimmen wären in einer Demokratie sehr deutlich. «Wären», weil Wikipedia nicht als echte Demokratie funktioniert. Aber das gilt ja genauso für Deutschland … :-> Was ich auch nicht verstehe: Mediawiki. Ich habe selber schon verschiedene Wiki-Software ausprobiert, und Mediawiki war die unflexibelste. Wenig zu konfigurieren, kaum Plugins, umständlich zu bedienen ... für privat bin ich bei Dokuwiki hängen geblieben: -viele gute Plugins -einfach zu themen -sehr wenig konfiguration nötig, viel möglich Was fehlt ist ein Datenbank-Backend, ohne das dürfte eine Wikipedia wohl etwas langsam laufen ... aber das zu bauen müsste von den Spendengeldern her drin sein. Ganz einfach: Mediawiki wird von der Wikimedia Foundation entwickelt und ist an die Bedürfnisse der Wikipedia angepasst - hier gibt es keine Konfigurationsprobleme. Aber man kann nicht verleugnen das die Software inzwischen ein wenig altbacken ist... Mediawiki skaliert extrem gut, Dokuwiki aber nicht. Dokuwiki ist mehr für kleinere bis mittelgroße Wikis gut geeignet, aber man kann damit keine Serverfarmen aufbauen, die man zum Betrieb der Wikipedia braucht. MediaWiki soll unflexibel sein? Wenig Konfiguration, kaum Erweiterungen? Es gibt unzählige Erweiterungen für MediaWiki … und die Konfiguration ist geradezu uferlos … gerade das macht den MediaWiki-Einstieg schwierig, was vermutlich auch bei Dir der Fall war. Ein Problem, welches ich nirgendwo diskutiert sehe, ist a) die Frage wie man nach einem Neuanfang (der m.E. unerlässlich ist) verhindert, daß es in der "wiki community 2.0" nicht wieder genauso Elfenbeinturm-Tendenzen geben wird, und wie man b) verhindert, daß das Nachfolgeprojekt wieder eine single-point-of-failure-Monopolstellung erlangt. In vielen Opensource-Projekten ist das mit der Projektleitung auch eher schlecht mit einem benevolent dictator gelöst, im Falle der DE-WP plumste das benevolent wohl unter den Tisch. "ich sehe keinen Grund, warum jemand anonym, also 'als IP', neue Artikel anlegen können sollte." Ich schon - die anonymen IPs haben nämlich Wikipedia zum großen Teil erst geschrieben, also den Content geliefert - nicht die missmutige Community. Google "Aaron Swartz" "Who writes wikipedia". Und Angemeldete vandalieren übrigens genauso. Darum sage ich ja auch 'IPs sollen keine Artikel anlegen können' und nicht 'IPs sollen keine Artikel bearbeiten können'. Aber die 200-600 "Aktiven" können doch gar nicht wissen, welche weiteren Lemmas noch sinnvoll sind in irgendwelchen Spezialgebieten. Sie können notfalls recherchieren, und unpassendes verschieben. Ich wollte nur nochmal darauf hinweisen, wenn man die Versionshistorien vieler Artikel durchklickt, findet sich oft am Anfang ein Artikel, angelegt von einer IP. Die wesentlichen Ausbauten - häufig IPs. Die "angemeldeten" edits - typos, Reverts, Kategorisierungen, Vandalismusentfernung, Löschanträge. Und endloses Geschwafel auf Metaseiten, mit dem Ergebnis: "alles strenger machen". Siehe Ansichten wie die von Birken. Der mangelnde Respekt vor IP-Beiträgen und das mangelnde Bewusstsein darum, bzw. die wahnwitzige Annahme, "die Community" hätte "Wikipedia geschrieben", IPs seien Vandalen, ist m.E. eines der ganz großen Probleme, und stellt das WP-Erfolgsrezept auf den Kopf: Stagnation bei Neuautoren. Wer will denn auch da noch schreiben/arbeiten? Leute, die sich da derzeit wohl fühlen in dieser "Community", denen das alles so sympathisch ist. Das sind nicht unbedingt Fachleute, eher Profilneurotiker und Leute mit Aufmerksamkeitsdefizit auf der Suche nach sozialen Kontakten. Die heute WP aber übernommen haben, und dort die Regeln machen, und hier schliesst sich der Teufelskreis. Zu den Relevanzkriterien und wie sie kommuniziert werden ist mir noch eingefallen: "Beamte. Keine Ahnung haben, aber auf Vorschriften pochen." Ja, das ist böse formuliert, zielt aber auf das Problem, das Bjoern anspricht: kein Admin kann alles wissen, und selbst im Normalfall ist der löschantragende Admin eher sachfremd. Da greift man dann gern auf nachzählbare Mindestmitgliederzahlen und andere an den Haaren herbeigezogene Kriterien zurück... Mir fehlen da deutlich Persönlichkeiten mit nicht nur breitem Allgemeinwissen, die eine Information sicher einschätzen können, sondern auch mit dem Gespür für Zusammenhänge und Wirkungen. Daß man sowas besitzen kann, ohne Bibliothekswissenschaft studiert zu haben, ist für mich normal, aber wo sind dann diese Menschen bei Wiki? In den paar Löschdiskussionen, die ich mir jetzt unter Schmerzen angetan hab zu lesen, kommen solche Stimmen nicht vor. Das trifft es. Dafür gibt es sogar schon einen Namen: http://de.wikipedia.org/wiki/Technokratie QUOTE: Mir fehlen da deutlich Persönlichkeiten mit nicht nur breitem Allgemeinwissen, die eine Information sicher einschätzen können, sondern auch mit dem Gespür für Zusammenhänge und Wirkungen. Daß man sowas besitzen kann, ohne Bibliothekswissenschaft studiert zu haben, ist für mich normal, aber wo sind dann diese Menschen bei Wiki? In den paar Löschdiskussionen, die ich mir jetzt unter Schmerzen angetan hab zu lesen, kommen solche Stimmen nicht vor.
Die Leute haben eben wegen dieser Schmerzen entnervt aufgegeben. Weil sie auch noch besseres zu tun haben, als sich regelmäßig von Fachidioten maßregeln zu lassen, noch dazu weit ausserhalb deren Fachgebiet. Ein breites Allgemeinwissen kommt ja nicht von ungefähr - ein solches haben Leute, die gerne etwas dazulernen. Und die sehen dann ihre Zeit effektiver darauf verwendet, eben genau das zu tun und ihr wissen weiter zu verbreitern und zu vertiefen, anstatt sich mühsam mit Leuten auseinanderzusetzen, deren einziges Ziel ist, mit ihrem limitierten Fachwissen anzugeben und es nicht durch das Fachwissen anderer Leute verdünnen zu lassen. Denn je mehr in der Wikipedia steht, desto kleiner ist der Anteil den Mister Superadmin selbst geschrieben hat. Und insbesondere weil er ein Fachidiot ist kann er da auch nicht aufholen, denn er kann zwar munter destruktive Arbeit leisten und alles löschen, was ihm in die Quere kommt. Es hindert ja niemand den Versicherungsfachmann, Artikel zur Kernphysik zu löschen. Nur schreiben wird er Artikel auf dem Gebiet nicht können. Und daher ist es eben so wichtig, darauf zu bestehen, dass nur das eigene Wissen wirklich relevant ist... Die Wikipedia ist für diese Fraktion nicht wirklich eine Enzyklopädie sondern ein Denkmal ihrer selbst: "Seht her, diese Kenntnisse sind relevant und ich habe diese Kenntnisse..." Kenntnisse die man eben nicht hat sind da kontraproduktiv, deswegen werden sie bekämpft. Zu "selbst im Normalfall ist der löschantragende Admin eher sachfremd": Offenbar dauert es noch ein paar Monate, bevor sich das in die hintersten Ecken der Blogwelt rumgesprochen hat, aber: die allerwenigsten Löschanträge werden von Admins gestellt. Und die allerwenigsten der Leute, die dann drüber diskutieren (ob kenntnisfrei oder nicht) sind Admins. Die Admins sind die, die nach 7 Tagen Diskussion entscheiden, ob der Artikel gelöscht oder behalten wird. Und dabei scheinen sie nicht viel falsch zu machen, da nur die wenigsten Löschungen hinterher noch auf der Löschprüfung als Fehlentscheidung gemeldet werden. Kurzzusammenfassung für ADHSler: lasst endlich mal den Admin-hier-Admin-da-Quatsch; für fast alles, was euch in der Wikipedia stört, sind nämlich gerade nicht die Admins verantwortlich. Bitte merken! Das ist ein anderes Problem bei der Nutzungsoberfläche von Wikimedia, ihren Mißbrauch zu Diskussionen betreffend. Nicht nur ist es schmerzhaft, seinen Kommentar in ein Freitextfeld korrekt eingerückt von Hand an der richtigen Stelle einzufügen und dann daran zu denken, auch brav zu signieren. Sondern es ist auch nicht aus dem Verlauf der Diskussion erkennbar, welche Beiträge der Diskutierenden denn nun - man entschuldige das Wort - Relevanz im Sinne von 'Wikipedia ist keine Demokratie' haben. Das gibt's sogar als optionales JavaScript für angemeldete Benutzer, dass man sich anzeigen lässt, wer Admin ist... aber: eigentlich sollte man das gar nicht brauchen, wenn man ganz normal davon ausgeht, dass alle in der Wikipedia das Interesse haben, den Lesern gute und korrekte Artikel zur Verfügung zu stellen und jeder (ob nun Löschantragsteller oder Löschdiskutant oder, was immer das beste ist, Artikelverbesserer) dazu seins beiträgt. Die ominösen Blocknazis, die sich höllisch darüber freuen, das Wissen der Menschheit wegzulöschen und andere zu ärgern: die gibt's eigentlich nur als lustiges Mem in Foren und Blogs, aber in der Wikipedia muss man die mit der Lupe suchen. Das Javascript ist aber gut versteckt - unter Einstellungen -> Helferlein finde ich's nicht. ein paar ideen eines wikipedia-neulings zum thema artikelqualität http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Katzosoph/Wikipedia-Philosophie Vollste Zustimmung zu deinen beiden Blogbeiträgen! Ich gehe im Moment sogar noch einen Schritt weiter und empfehle meinen beiden Kindern Wikipedia NICHT mehr als Wissensquelle zu verwenden. Die Qualität im Naturwissenschaftlichen Bereich (Schulstufe 2-5) ist extrem mieß. Normalerweise würde ich da ja dann Edits machen, aber wofür? Man bemüht sich ja eh die Beiträge lieber zu löschen, anstatt zu... ach was solls :) Wikipedia war mal gut... Möge sie in Frieden Ruhen. Ja, das ist es. Auf ein Ziel ausgerichtet und enthält die wesentlichen Punkte: Bessere Mechanismen, die Admins und Mentoren entlasten. Keine Textwüsten, die einem mit dem Kürzel "WP:XY" um die Ohren gehauen werden und sich regelmäßig widersprechen, so dass ein Veteran alles und das Gegenteil von dem damit belegen kann. Tja, das mit dem Mentoren-System wäre eine feine Sache: Sozusagen das bei den BA-Studiengängen hinausoptimierte dann da nachzuholen, um es sarkastisch auszudrücken. Dein Vorschlag ist jedoch umfassender, als es scheint. Denn - was Du vorschlägst, ist nicht weniger als ein Kursus in wissenschaftlicher Arbeit! Naja, vielleich wirds noch was, muss sich ja nicht bei Wikipedia/Wikimedia abspielen... mfg Stuff habe einen Löschantrag gegen WP:RK gestellt (Begründung: Theoriefindung, mangelnde Quellennachweise). Antrag wurde abgelehnt, da Artikel im WP-Namensraum nicht den Relevanzkriterien unterliegen. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/14.November_2009#Wikipedia:Relevanzkriterien.28LAE.29 "Theoriefindung, mangelnde Quellennachweise" hat nichts mit Relevanz zu tun - das sind höchstens zusätzliche Kriterien für Artikel - demzufolge kann die Begründung für die Entfernung des Löschantrags sich auch nicht darauf berufen, sondern sie berief sich darauf das Löschdiskussionen ungeeignet zur Diskussion von Wikipedia-Politik im Allgemeinen seien. Das steht auch explizit so in den Löschregeln. Desweiteren werden Quellennachweise, keine Theoriefindung und die Relevanzkriterien für Artikel verlangt und sind von daher generell ungeeignet als Löschargumente für Meta-Seiten. QUOTE: Desweiteren werden Quellennachweise, keine Theoriefindung und die Relevanzkriterien für Artikel verlangt und sind von daher generell ungeeignet als Löschargumente für Meta-Seiten.
Genau das ist die Crux bei der Geschichte. Seriöse Arbeit muss aber auch belegen können, dass die Methodologie zulässig ist. Über Wissenschaftstheorie im speziellen oder Epistemologie im allgemeinen haben sich Generationen von Denkern die Köpfe zerbrochen, und auch zur Enzyklopädistik gibt's Literatur. Stattdessen geht man aber nach dem Motto "Wir definieren, was eine Enzyklopädie ist und was da rein gehört". Da hast du völlig recht: Wikipedia hat keine Ahnung, wie man eine Wikipedia aufbaut und deshalb kann das gar nicht funktionieren. Und das habe ich schon 2002 gesagt! (Nur irgendwie komisch, dass da inzwischen fast eine Million Artikel drinstehen und jeden Tag 500 dazukommen. Eigentlich völlig ausgeschlossen und unerklärlich.) tja, da frag ich mich jetzt wieso meine stadtverwaltung nicht relevant ist. ist der speicherplatz knapp geworden? Es scheint, hier werden alle Kommentare gefiltert (zensiert), oder gelöscht. Deine Grammatik und Syntax ist eine Zumutung. Deine nur halbwegs unlesbaren Sätze zerstören den letzen Sinn, den deine scheinbare Intension ahnen ließe. Empfindest du dein dilettantisches Schreiben nicht einmal in Ansätzen als peinlich und daher als überflüssig? Felix, Deine Flames sind nicht korrekt an die Artikel der Leute geklebt, die Du da beleidigst. Damit das der Fall ist, müßtest Du den 'Antwort zu'-Drehwähler über der Kommentarbox korrekt einstellen. Ich kann das nachholen, wenn Du mir die passenden Artikel-IDs oder Namen der Leute nennst, die Du hier beleidigen möchtest. Ansonsten ist das hier mein Blog und nicht wirklich ein öffentliches Forum oder neutraler Grund. Ich behalte mir also vor, mein Hausrecht auszuüben. Bisher habe ich aus der Communitygift-Diskussion zwei Artikel gelöscht, die auf dem Niveau von Tastaturtests waren und aus einigen Artikeln den (Link) entfernt, weil der Text wohl sinnvoll war, der (Link) aber klarer Spam für Googlejuice war. Vereinzelte wenig konstruktive Unfreundlichkeiten wie Deine hier lasse ich gerne stehen, solange sie die normal ablaufende Diskussion hier nicht behindern. Sie dienen gut zur Illustration der Punkte, die ich in Communitygift dargelegt habe. Alles in allem wird Dir beim Durchlesen der Kommentare aber auffallen, daß wir hier zwar durchaus kontroverse Dinge diskutieren, dies aber auf eine konstruktive Weise tun und daß Beiträge hier im Mittel zivilisiertere Umgangsformen als Deine bevorzugen - wir versuchen hier tatsächlich, unterschiedliche Vorstellungen über Arbeitsweisen und Sinn der Wikipedia herauszuarbeiten, und schaffen so gemeinsam einen Erkenntnisgewinn, obwohl (Nein, weil!) wir unterschiedliche Standpunkte haben. Oder ist dir das ganz egal? Ganz egal, da du die Dürftigkeit deiner Worte nicht in ihrer Beschränktheit erfaßt? Ist dir nicht klar, daß du die Beschränktheit deiner Möglichkeiten hier offen präsentierst, und alle lachen – und keiner applaudiert. Chris, Dein Mentorensystem in Ehren, aber ich kenne kaum ein OSS-Projekt, wo es ein solches in funktionierender Form gibt. Im Gegenteil, mancherorts schlagen wohlwollende Aussenseiter auf massive Ablehnung. Ich denke da - vielleicht unberechtigterweise - an Con Kolivas. Im uebertragenen Sinn sind seite Lemmata sozusagen einer Loeschung zum Opfer gefallen... Stagnierende Software? MediaWiki stagniert IMHO nicht – man werfe mal einen Blick auf die Chancelogs mit all den Änderungen, Neuerungen und Verbesserungen … Wikipedia-Website umgestalten? MediaWiki unterstützt Skins – wer Vorschläge hat, kann sie jederzeit umsetzen, selbst Wikipedia-Benutzer können ihre eigenen Skins verwenden. Höhere Einstiegshürde? Und das «Wiki» aus dem Namen streichen? Die Einstiegshörde ist heute schon sehr hoch, obwohl der Einstieg grundsätzlich sehr einfach wäre … Wikis leben gerade auch von Autoren, die schnell und unkompliziert Fehler korrigieren, gerade all die Schreibfehler. Englische Wikipedia? Gemeint ist vermutlich die englisch_sprachige_ Wikipedia. In den letzten Wochen wird diese häufig als Vorbild genannt – wohl in Unkenntnis der dortigen Konflikte. Auch wenn MediaWiki noch weitergepflegt/entwickelt wird, kann es trotzdem in gewissem Sinne stagnieren wenn nicht erkannt wird, dass bestimmte Bereiche komplett vergessen werden. Wie Kris schon sagt: für den Zweck für den MediaWiki bei Wikipedia eingesetzt wird ist es im Grunde an vielen Stellen schlichtweg ungeeignet. Bestes Beispiel: das komplette Thema Kommunikation. Die Diskussionsseiten sind ein Witz. Wenn Du auf "Diskussion" klickst und dann 20 Bildschirmseiten voll oftmals vollkommen unstrukturierter oder nur sehr grob strukturierter Textwüste siehst kann meiner Meinung nach keine sinnvolle Diskussion stattfinden. Prinzipiell müsste zu jedem Artikel eine Art Mini-Forum existieren in dem strukturiert diskutiert werden kann. Sprich: man hat Threads und darunter Postings zu einem Thread. Sind also z.B. 5 Punkte in einem langen Artikel strittig könnte man in 5 sauber von einander getrennten Threads besprechen wie man den Artikel verbessern könnte, etc. - das wäre wesentlich zugänglicher. Und wohin es letztenendes führt wenn keine vernünftige Kommunikation möglich ist sehen wir ja gerade. Diskussionsseiten in MediaWiki lassen sich durchaus strukturieren – wobei die von Dir erwähnten langen Diskussionen eine Ausnahme darstellen (und Bildschirmseiten sowieso von der lokalen Konfiguration abhängig sind). Die MediaWiki-Entwickler sind sich aber bewusst, dass die Software im Bereich Ergonomie Schwächen hat; momentan läuft deshalb mit Fokus auf Wikipedia eine entsprechende Initiative: http://usability.wikimedia.org/wiki/Main_Page Abgesehen davon ist MediaWiki freie Open Source-Software, sprich man kann sich problemlos an der Entwicklung beteiligten. Man muss dazu nicht selbst Entwickler sein oder werden, man kann z.B. Fehler melden, neue Funktionen anregen, usw. Gerade PHP-Entwickler könnten sich diesbezüglich aktiv einbringen. Trotz der geplanten Reform der Relevanzfrage, finde ich nicht, dass man der englischen Wikipedia sinnlos nacheifern sollte. Es ist nicht so, dass die keine Probleme hätten und weite Teile der englischen WP gleichen einer ziemlichen Müllhalde. Und das ist definitiv nicht ohne Belang. Insbesondere "Stubs"(Wie im Deutschen) sollten eher in Benutzernamesräumen lungern. Die Argumentation "schadet ja nix" ist auch nicht immer richtig. Ich bin in der englischen WP auf unzählige Artikel gestoßen die einfach falsch waren, mit [citation needed] gesprenkelt und dann auch aus Randphänomenen, wenn auch erwähnenswert, mehr machen wollten, als sie eigentlich sind. Die Vorschläge zur Technikverbesserung sind aber definitiv richtig und wichtig. Für Einsteiger stelle ich mir selbst das Diskutieren sehr schwierig vor. Mal einen WYSIWYG-Editoren einzuführen, und wenn es nur für Text und Tabellen reicht, wäre schon mal ein großer Fortschritt für die Benutzerfreundlichkeit. Genau wie ein Forum für Diskussionen. QUOTE: dia sinnlos nacheifern sollte. Es ist nicht so, dass die keine Probleme hätten und weite Teile der englischen WP gleichen einer ziemlichen Müllhalde. Und das ist definitiv nicht ohne Belang. Insbesondere "Stubs"(Wie im Deutschen) sollten eher in Benutzernamesräumen lungern. Die Argumentation "schadet ja nix" ist auch nicht immer richtig. Ich bin in der englischen WP auf unzählige Artikel gestoßen die einfach falsch waren, mit [citation needed] gesprenkelt und dann auch aus Randphänomenen, wenn auch erwähnenswert, mehr machen wollten, als sie eigentlich sind.
"Stub" und "falsch" sind zwei völlig unterschiedliche Stiefel. Artikel mit der Länge von Stubs finden sich in etablierten Enzyklopädien zu Hauf. Eben dann, wenn dieses Stub-Niveau genau die Menge Information ist, die die Leserschaft der jeweiligen Enzyklopädie haben will. Der Fehler bei Wikipedia ist eben, dass einem die Leserschaft egal ist. Wenn es sich um Randphänomene handelt, dann wäre ein Stub genau das richtige Ausmaß an Information. Wenn es eine höhere Anzahl Leute interessiert steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand um den Artikel kümmert. Mit einer vom Zaun gebrochenen Löschdiskussion aber forciert man nur eine überhastete Aufblähung des Artikels, da die Zeit begrenzt ist. Seriöse Recherche braucht ihre Zeit. Von daher ist der Marketing-Gag, der Löschanträge als QC verkauft hanebüchener Unsinn. Qualität wurde noch nie dadurch gefördert, dass man andere dazu animiert hat, möglichst viel möglichst schnell zu machen. Ich bedauere auch, dass es bei de.WP keine «Stubs» mehr gibt. Earth – Mostly harmless! :) Benutzernamensräume sind wieder ein Mittel zur Vereinzelung, und das ist kontroproduktiv. Besser wäre ein gemeinsamer Namensraum für Stubs oder andere Artikel, die generell als unfertig betrachtet werden. Es ist mir egal, ob der Unfertig:, NichtEnzyklopädisch:, Fragwürdig: oder sonstwie heißt, solange es ein geteilter Namensraum ist, also der Vereinzelung entgegen gewirkt wird. Nun ja, ich meinte damit nicht Artikel die nur kurz sind, sondern speziell die Stubs, die wirklich kaum Informationen beinhalten. Die Stubs, die per Definition schlecht sind, sonst wären es nämlich keine Stubs. Nur Überschrift und ein Satz, sozusagen. Das hat dann nicht mal mit Relevanz, sondern mit der Organisation zu tun. Artikel müssen selbstverständlich nicht groß sein, um Wissen zu liefern, aber ich wette ein Großteil der englischen Mini-Artikel könnte sinnvoll und übersichtlich in größere Artikel zusammengefasst werden. Es sind halt verschiedene Mentalitäten die an die Artikelarbeit rangehen. Ich bin kein Freund von "lieber falsch als gar nicht", denn enzyklopädische Artikel sollten keine Falschinformationen liefern oder Unrichtiges suggerieren. (kommt auch oft vor) Speziell die Stub-Sache könnte jedoch sicherlich noch relativ leicht gelöst werden, indem man sie beispielsweise als "schlecht" markiert, aus der Suche und der Artikelzahl rausnimmt, aber im Suchfenster einen Hinweis setzt, dass es einen schlechten und potentiell falschen Artikel gibt, den es zu verbessern gilt. Da muss aber auch nachdrücklich auf mangelnde Qualität hingewiesen werden. Die Bausteine, die es jetzt gibt, halten wohl kaum jemanden auf, Wikipedia alles abzukaufen. Du vermittelst (zumindest mir) den Eindruck, dass alles was kurz erklärt werden kann keinen Anspruch auf einen eigenen Artikel in der Wiki hat. Die vorgeschlagene Kennzeichnung mit "schlecht" ist genauso schlecht wie eine Kennzeichnung mit "falsch" oder ein Löschantrag zur QC. Das ist einer der Punkte, um den es in dieser Diskussion geht: der Wertschätzung von freiwilligen Beiträgen und dem respektvollen Umgang mit den Autoren. Was die englische Wikipedia betrifft, so habe ich dort schon oft Artikel gefunden, die ich im deutschen vermißt habe. Ich habe es mir zudem angewöhnt bei einer Suche in der Wiki auch die englischen Versionen nachzuschlagen, da dort oftmal zusätzliche Informationen zu finden sind, die den deutschen Artikeln verwehrt werden. Ich wünsche mir dann manchmal, dass es neben dem streng kontrollierten Artikelansicht und der oftmals ausufernden Diskussionseite noch eine weitere gäbe, auf der (entsprechend gekennzeichnet) weniger relevantes Hintergrundwissen und überarbeitungswürdige Textbausteine hinterlegt werden können. Technisch wäre das gar kein Problem und würde zudem neue Möglichkeiten zur Qualitätsicherung von Artikeln ermöglichen ohne das die Arbeit sofort im Papierkorb verschwindet oder von jemandem rückgängig gemacht wird. Verbesserungsideen hät ich noch mehr. Aber ich hab ebenso wie isotopp den Eindruck, dass die Wikipedia gar nicht den Anspruch erheben mag, besser als die Holz-Lexikas zu werden. Wieso sonst zwängt man sich in die starren engen Schranken, in denen eine Printausgabe gefangen ist? Naja, diesen Eindruck wollte ich nicht erwecken. Ich halte kurz nicht für schlecht, sondern nur schlecht für schlecht. ;) Selbstverständlich können auch kurze Artikel gut sein, aber mir ging es jetzt insbesondere um die kurzen, schlechten Artikel, die sehr wenig nützliches enthalten. Natürlich ist es ein Problem, wenn kurze Artikel gelöscht werden, wenn sie gerade erst angelegt wurden und sozusagen noch in der Bearbeitungsphase sind. Da wäre es vielleicht praktisch, wenn jeder Benutzer beim Anlegen eines Artikels die Wahl zwischen den Optionen "Artikel veröffentlichen" und "Entwurf speichern" oder sowas in der Art hat. Dann käme das Ding mit nem Verweis auf den Ersteller in den Entwurfsnamensraum (oder so) und könnte dort bearbeitet werden, bis er die Ansprüche erfüllt. Was die "Holz"-Lexikas angeht, muss man aber auch sagen, dass Lexikas allgemein, ob Holz oder nicht, gewissen Qualitätsansprüchen genügen müssen (oder zumindest sollten). Wenn nicht, dann soll sich Wikipedia halt nicht als Enzyklopädie ausgeben - Problem gelöst. Generell finde ich bloß nicht, dass man das Problem mit bloßem Weglassen der Relevanzkritierien lösen sollte. Es ist doch vielmehr so, dass mit steigender Mitarbeiterzahl, Admins für die jeweiligen Fachbereiche und einem ordentlichen Abstimmungsprinzip ganz von alleine mehr Artikel behalten werden. Dazu muss man natürlich erst mal Autoren anziehen und da hat Isotopp ganz gut beschrieben, dass wie man die Benutzer- und Einsteigerfreundlichkeit verbessern könnte. Anders gesagt: Ohne Relevanzkriterien hätte jetzt "nur" die Blogosphäre eine Spielwiese bekommen, das ändert am Problem, dass wenig "normale" Leute, die eventuell große Kenntnisse in bestimmten Bereichen besitzen, mitarbeiten, herzlich wenig. Eine Entwurfsseite wäre eine feine Sache. Das würde auch gut zu dem angesprochenen Mentorenkonzept passen. Wichtig ist allerdings, dass die Ansicht ebenso eng wie die Diskussionseite mit dem Artikel verknüpft ist. Es bringt wenig, wenn sich ein Neuling erst durch die Doku kämpfen muss, um herauszufinden wo er nach einer Entwurfsseite suchen muss. Ich bin zudem NICHT für ein Weglassen der Relevanzkriterien. Wie die Entwicklung zeigt, gibt es aber starke Differenzen bei der Auslegeung dieser. Die Anzahl der Admins sollte im Idealfall keinen Einfluss auf die Anzahl der Artikel in der Wiki haben. Das bedeutet ja im Umkehrschluss das Admins viel zu schnell von der Löschoption gebrauch machen, wenn Sie vom Thema nichts verstehen. Es geht auch nicht um eine Spielwiese für die Blogospäre. Die Diskussion ist aufgrund der nicht nachvollziehbaren Löschanträge eskaliert und nicht weil sich die Blogger ausgegrenzt fühlen. Natürlich sollten die Admins nicht löschen, wenn sie nichts davon verstehen, aber wie soll eine vernünftige Entscheidung getroffen werden, wenn kein Sachverständiger vorhanden ist? Darum meinte ich ja auch nur, dass man das Abstimmungs- oder Löschsystem vermutlich besser funktionieren würde, wenn mehr Leute zur Mitarbeit motiviert werden und es technisch mal überholt werden würde. Aber du hast natürlich recht, das ist nicht alles möglich und man muss sich überlegen, was man mit fraglichen Artikeln macht. Sollte jetzt nicht so wirken, als würde ich alles sofort verbannen wollen. Was die Blogosphäre angeht: Natürlich war "Spielwiese" nicht ganz ernst gemeint, aber es ist doch auch so, dass die "Netzgemeinde" nicht wirklich existiert, sondern einige Meinungsführer in Blogs das ganze Klima maßgeblich beeinflussen und ihre persönlichen Emotionen da mit reinbringen. Und auf Zuschauer wie mich wirken so manche Blogger mit ihrem Umgangston dann nicht gerade glaubwürdig. Ich finde auch, dass in solchen Diskussionen die "stillen" Helfer und speziell auch die Nutzer der Wikipedia vernachlässigt werden. Natürlich kann man argumentieren, dass die, die sich nicht melden, sich auch nicht einzumischen haben, aber im Prinzip glauben die Blogger doch für jene zu sprechen, die von Wikipedia abgewiesen wurden. Dann sollte die Diskussion sich doch auf diese konzentrieren, wie es in dem Blogeintrag beispielsweise gemacht wurde.
#23.1.1.1.1
Anonym
am
15.11.2009 18:28
(Reply)
QUOTE: Ich finde auch, dass in solchen Diskussionen die "stillen" Helfer und speziell auch die Nutzer der Wikipedia vernachlässigt werden. Natürlich kann man argumentieren, dass die, die sich nicht melden, sich auch nicht einzumischen haben,...
Genau da liegt das Problem. Denn eine "Holzenzyklopädie" funktioniert genau andersherum: Sie MUSS sich um die Nutzer, spricht die Käufer und Leser kümmern, sonst wird sie nicht gekauft. Relevant ist da, was die Leser interessiert. Bei Wikipedia aber ist das System genau andersherum: Der reine Leser wird -genauso wie frischgebackene Autoren- als dummer Idiot gesehen, der froh sein soll, dass etablierte Wikipedianer sich herablassen, ihr Wissen mit dem dummen Pöbel zu teilen, der sich gefälligst für das zu interessieren hat, was man ihm auftischt. Und bei der Einstellung stellen nicht nur promovierte Akademiker fest, dass ganz offensichtlich Wissen und Verstand zwei unabhängige Variablen sind...
#23.1.1.1.1.1
OliverH
am
16.11.2009 00:09
(Reply)
Wozu Zeitaufwand in die Rettung / Reformierung der Deutschen Wikipedia stecken? Ich sehe da keinen Grund für. Die Wikipedia ist angetreten bestimmte Holzmedien zu vernichten. Das ist gelungen. Hinzu kommt, dass man es sich mittlerweile mit so vielen potentiellen Autoren verdorben hat, dass mehr als ein bisschen Reformation nötig ist, um diese zurückzugewinnen. Vermutlich ist das sogar unmöglich, und man muss eine Generation (30 Jahre) abwarten, biss ich wieder ausreichen Willige finden. Verarschen lassen war gestern. Mentorenprogrammm (MP) Jeder Mentor und jede Mentorin kann bis zu 12 Mentees betreuen. Das MP ist derzeit nicht ausgelastet und hat jede Menge Platz für Neulinge. Die Idee von Schulklassen hat den Haken, dass jeder Mentee anders ist und völlig andere Probleme hat. Mal sind es Wikilinks, mal Kategorien, mal Signieren, mal Uploaden, mal Stil ... you name it. Mit anderen Sachen gibt es dann wieder gar keine Schwierigkeiten. Zudem ist ein Verfolgen einer Metaseite (Wikipedia:Menteeklasse1b) nicht unbedingt das, was einem Mentee schon am Anfang beigebracht werden sollte - es geht vor allem um die direkte Tätigkeit im Artikelnamensraum. Um das soziale bzw. kollaborative Element zu fördern, ist es hilfreich, Neueinsteiger auf die Portale (und Redaktionen) aufmerksam zu machen, wo er über die ersten Schritte hinausgehende fachspezifisch Mitautoren kennenlernen kann. Grüße ~~~~~ Ich weiß nicht .. als Kind war ich stolz auf meinen Jugend Brockhaus .. IN DREI BÄNDEN .. das war der Hit .. als mir mein Onkel einen alten Brockhaus in 20 BÄNDEN schenkte .. WOW .. und dann kam die MS-Encarta .. sie war alles was der Brockhaus nicht war .. Transportabel (nicht das das mein Rechner Gewesen wäre .. aber die CDs konnte man wunderbar mitnehmen und bei den Kumpels angeben) , sie war leicht durchsuchbar und sie bot richtig coole Videos etc, leider nicht für jedes Thema. Und dann kam die Wikipedia .. sie war HÄSSLICH, aber sie hatte Stichwörter die die Encarta lange Zeit nicht hatte, also guckte man erst in der Encarta ´, dann im Brockhaus und dann in der Wiki wenn ein Thema zu "Abseitig" war um dort zu stehen. Und heute ? Brockhaus und Encarta sind tot .. Coole Multimediafeatures hat die Wiki bis heute nicht gelernt, klein cool und portabel ist sie leider auch nicht .. und HÄSSLICH (für einen Encartafan) ist sie immernoch. Ich erwarte keine Kommentarfunktion unter einem Artikel und Sterne für ein Rating ... OBWOHL .. DOCH ich erwarte Sterne und Kommentare, eine gut strukturierte Diskussionsführung, weil oft ist gerade dies richtig Informativ. Ich für meinen Teil bin Dipl Ing und kann halbwegs mit Computern um, kann von mir behaupten das ich auch Programmiercode lesen kann, allerdings muss ich gestehen das ich den Wikisyntax auch nach 2 "nicht öffentlichen" Wikis mit denen ich arbeiten muss immernoch für eine unangenehme Zeitverschwendung halte. Und sollange diese "HÄSSLICHEN" Hürden bleiben wird das Grundproblem bleiben. Und auf menschliche "Alles für den Dackel, alles für den Klub" Gehabe gehe ich hier nicht weiter ein ... Don't feed the .. naja just my 2 Cents Grüße Ucki Ich habe jetzt die Antworten hier nicht alle gelesen. Ich hab aber eben meine Idee eines ersten Schrittes für einen Communityfix online gestellt. Siehe hier: http://www.ifeb.uni-bremen.de/wordpress_staedtler/?p=1631 Bin auf Kommentare gespannt. DasWikipedia-Problem ist ein typisches Community- oder Social-Networking-Problem, wenn die Community praktisch unbegrenzt ist. Communities bestehen generell aus Wissenstraegern, die ihr Wissen zur Verfuegung stellen und sich austauschen - vernetzen. Dabei stehen nicht die Personen selbst im Mittelpunkt, sondern eine bestimmte Wissenskategorie ist das Bindeglied der Community. Genau das hat Isotopp mit seinen Ausfuehrungen untermauert. Er hat ein Fachnetzwerk beschrieben, was ja auch seine Newsgroup war. Die Erfahrungen daraus sind aber nicht 1 zu 1 auf Wikipedia uebertragbar. Wikipedia ist ein Sammelsurium von allen moeglichen und unmoeglichen Ich-Weiss-Auch-Was-Leuten. Nichtwissen, Halbwissen und Fachwissen wurden und werden ungehemmt vermischt. Die Relevanzkriterien sind nur eine laecherliche Augenwischerei von Ohnmaechtigen, die versuchen, eine Muellhalde zu verwalten. Auf Grund dieser ganzen Diskussionen habe ich mich jetzt mal 2 Tage mit Wikipediaartikeln, von denen ich fachlich Ahnung habe, beschaeftigt und geschaut, ob und wie sich in den Halbwissen- und Ahnungslosartikeln etwas aendern lassen wuerde. Es geht nicht. Man muesste neu schreiben und auch die Verflechtungen neu strukturieren. Am besten waere es, ein neues Wikipedia aufzubauen, das jetzige ist wertlos. Da hilft auch nicht ein Aufmotzen der Software, auch nicht das Aussperren anonymer Kleckser. Die meisten Inhalte sind Muell. Und der laesst sich nicht mehr sortieren. Die urspruengliche Wikipediaidee war damels ein Kind seiner Zeit, voller Idealismus und irgendwie ein Glaubensbekenntnis, das jetzt von der Realitaet eingeholt wurde. Das Wissen der Welt laesst sich nicht mal so nebenbei fuer lau und ohne straffe Qualitaetsstruktur sammeln, wenn es viele, viele Fachgebiete umfassen soll. Da versagt die Community. Gut gemeint ist auch daneben. Als Nutzer empfinde die "vorzensierte" Relevanz als überflüssig, wenn nicht sogar schädlich. Ob etwas für mich relevant ist, möchte ich selber entscheiden. Wieviele Artikel wurden denn bereits gelöscht, die für viele Andere relevant gewesen wären ? Ein Begriff als Überschrift und ein Satz mit der Erklärung dieses Begriffes, ist für mich durchaus relevant. Würde es denn wirklich schmerzen wenn WP sogar so einfache Dinge wie Übersetzungen enthalten würde ? Kennzeichnet die Relevanz in unterschiedlichen Stufen/Kategorie. Ein Eintrag für Klein-Ernas Kochprojekt, wird mit Trivial gekennzeichnet (oder gar Werbung) und gut. Gerade durch Selektion des relevanten Wissens durch wenige, ist uns in den vergangenen Jahrtausenden immenses Wissen abhanden gekommen. War es nicht ursprünglich ein Anliegen der WP Wissen zu sammeln und dieses nicht auszuschliessen ? VG, Sascha Die MediaWiki-Software ist wirklich in einem traurigen Zustand. Beispiel Sitemaps: 1. Seit zwei Jahren gibt es einen Bug, dass die von Google gewünschten Full URLs zu den einzelnen Sitemaps nicht erstellt werden. Das Problem wurde bislang nicht behoben. 2. Schlimmer: Seit Monaten gibt es den Bug, dass die Server-Option beim Aufruf des Skripts nicht berücksichtigt wird. Die Sitemap enthält in der Folge nicht den tatsächlichen Servernamen, sondern «Localhost». Unzählige MediaWiki-Installation produzieren dadurch ungültige Sitemaps. Kommentar schreiben
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Aufgenommen: Nov 13, 13:07
Der Streit zwischen Inkludisten und Exkludisten der Wikipedia ist ? Stichwort: MOGIS ? mal wieder aufs heftigste entbrannt und schlägt diesmal (überraschend?) hohe Wellen. Leider kann ich mich da aktuell nicht im Detail drum kümmern, möchte aber (für spät
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Communityfix #wikipedia: @isotopp bringt es wieder wunderbar auf den Punkt http://blog.koehntopp.de/archives/2681-Communityfix.html
Aufgenommen: Nov 14, 03:58
This post was mentioned on Twitter by isotopp: blog Communityfix http://bit.ly/3aPq1m
Aufgenommen: Nov 14, 04:49
…or a 85.1.57.157 at 03:37 o’Clock in the night on 15th of Nov. 2009 (CET), or a 91.32.74.143 or a dog, man, woman, machine, computeralgorithm, an insect, a database attacker, bought editor, transhuman and so on. Today, I decided for myself...
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