Mittwoch, 11. November 2009CommunitygiftUpdate: Diejenigen von Euch, die vom Trackback hierher kommen, finden alle Artikel zum Thema Wikipedia unter dem Tag Wikipedia. Die Diskussion ist seit der Aufnahme für die Sendung schon ein paar Artikel weiter gegangen. KaiL hatte mich heute im IRC noch auf Der alljährliche Wikimedia-Spendenaufruf angesprochen und ich hatte ihm versprochen, noch einmal genauer aufzuschreiben, wieso ich Wikipedia als Projekt für kaputt halte. Dies ist der Versuch, meine zunehmende Distanz zum Projekt Wikipedia als positive und konstruktive Kritik zu formulieren. Ich hoffe, es hat ein bischen geklappt. Seit fast einem Monat läuft die von einem relevanten Blog initiierte Diskussion über die Wikipedia. Die Diskussion begann damit, daß jemand in der deutschen Wikipedia begann, einen Löschantrag gegen das Lemma Mogis zu stellen, was in Fefes Blog aufgegriffen wurde. In der Folge gab es eine relativ wenig strukturierte Diskussion innerhalb und außerhalb der Wikipedia um die Relevanzkriterien und den Umgang mit ihnen in der deutschen Abteilung der Wikipedia. Im Fortgang der Diskussion gewann ich immer mehr den Eindruck, daß die Wikipedia eigentlich ein tieferliegendes strukturelles Problem hat: Sie ist schrittweise hermetisch geworden und sie kommuniziert destruktiv. Um das zu erläutern muß ich vorab erklären, daß meine Beschreibung hier Eindrücke von jemandem sind, der Wikipedia von außen sieht und sich im letzten Monat versucht hat, ein wenig mit dem Projekt zu befassen - ein Versuch, den ich im Grunde als auf ganzer Linie gescheitert betrachten kann. Ich bin eigentlich jemand, der mit einer ganzen Menge Online-Projekt-Communities zu tun hat, und der sich auch als jemand sieht, der Gruppen vernetzt. In den meisten Gruppen, mit denen ich zu tun hatte, habe ich mich sehr willkommen gefühlt. Das hat auch damit zu tun, daß man dort sofort mit Personen zu tun hat und daß es adequate Infrastruktur gibt, die Interaktion fördert. Das ist besonders wichtig, wenn es um den Umgang mit Beiträgen von Neulingen geht. Von diesen Beiträgen gibt es zwei Sorten: Die eine Sorte hat einen erkennbaren eigenen Wert, auch wenn der Beitrag so nicht direkt ins Projekt übernommen werden kann, und die andere hat einen solchen Wert nicht. Letzteres ist das, was Wikipedia als Vandalismus bezeichnet. Die meisten Projekte haben keine Probleme mit Vandalismus. Das liegt daran, daß sie das nicht zulassen, was in der Wikipedia ein anonymer Edit wäre, also ein Edit von einem Benutzer ohne Account (Wikipedianer nennen einen solchen Benutzer 'eine IP', wobei man das wie 'eine Kakerlake' betonen muß, damit die implizierte Bewertung mit kommuniziert wird - und das ist schon mal das erste Problem). Zwar nehmen alle Projekte Beiträge von nicht registrierten Neulingen an, aber sie schalten diese Änderungen nicht frei. Stattdessen haben solche Projekte an Stelle des Wikis ein anderes, fortgeschritteneres Versionskontrollsystem - zum Beispiel git oder etwas Vergleichbares. Ein Neuling kann sich das Repository eines Projektes zur Gänze oder in Teilen kopieren und Änderungen von der offiziellen Kopie bei sich einarbeiten lassen. Seine eigenen Änderungen sind allerdings erst einmal lokal, und damit sie in die offizielle Kopie übernommen werden können muß man sich das Recht holen, dort Änderungen einstellen zu dürfen - man muß Commit-Karma bekommen. Meist bekommt man das nicht sofort, sondern durchläuft eine Art Probezeit, während der man seine Änderungen an einen Mentor übermittelt, der sie durchsieht, Anmerkungen zurück gibt und die Änderungen erst dann in die offizielle Kopie weiterfließen läßt, wenn sie den Ansprüchen des Projektes genügen. Andere, liberalere Projekte arbeiten anders herum: Sie haben 'trailing controls', bei denen dem Neuling sofort Karma gegeben wird, aber der Mentor die Änderungen seiner Neulinge nachverfolgt und retroaktiv kommentiert oder in katastrophalen Fällen rückgängig macht - mit einem Versionskontrollsystem ist das ja trivial machbar. Das Wesen dieses Zugangs zum Projekt ist der Aufbau von persönlichen Beziehungen zwischen den Teilnehmern, und damit eine aktive Integration in die Gruppe und das Vermitteln der Gruppenkultur an Neulinge sowie umgekehrt bis zu einem gewissen Grad ein ständiger Review der Gruppenkultur duch die Neulinge. Wikipedia macht eine ganze Menge von Dingen anders, und dadurch werden solche Integrationsprozesse nicht erzwungen und nicht gefördert. Da ist einmal wie bereits erwähnt die Tatsache, daß man - theoretisch - einfach so editieren kann, ohne sich irgendwie anzumelden oder mit einer Person zu reden. Das entfremdet von Anfang an - Menschen gehen mit 'herrenlosen' Dingen anders um, als mit Dingen, bei denen sie wissen, daß sie einer Person gehören oder von einer Person betreut werden. Es gibt einen Unterschied zwischen 'so Sachen' und 'jemandes Besitz' - die wenigsten Menschen hätten Probleme, im Wald hinter einem Busch einen Haufen zu machen, aber die meisten Menschen tun das nicht in irgendjemandes Garten. Wikipedia wirkt von außen als 'so eine Sache' und nicht als 'jemandes Besitz' und wird auch in Berichten über Wikipedia immer wieder so portraitiert. Ich wette, das zieht die Eingangsqualität von Änderungen gewaltig nach unten - hinter jedem Busch ein stinkender Haufen. Umgekehrt rührt das Kakerlaken-Image von Änderungen durch IPs genau da her und damit ist die freundschaftliche Basis für eine gegenseitig befruchtende Beziehung zwischen einem Neuling und der existierenden Gemeinschaft schon mal gefährdet. Aber einmal angenommen, ein Neuling holt sich einen Login, meldet sich an und beginnt an einem Artikel zu ändern. Dann passieren einige Dinge und eine Menge Dinge nicht. Ausgehend auf meinen Erfahrungen und denen der von mir befragten nicht repräsentativen Stichprobe gibt es keine Kontaktaufnahme von Person zu Person und auch kein kurzes konkretes Howto mit Beispielen 'So geht's - und so nicht': Wikipedia bleibt ein anonymes Objekt und versäumt die Chance, sich ein persönliches Gesicht zu geben. Zum einen sind die Chancen gut, daß die Änderungen des Neulings rückgängig gemacht werden. In der Regel wird dabei ein Einwortkommentar hinterlassen. Hier zum Beispiel ist eine Liste von Löschungen in der deutschen Wikipedia und dahinter jeweils der Kommentar - 'Unsinn', 'Kein Artikel', 'Kein enzyklopädischer Inhalt', 'Löschdiskussion'. Für einen altgedienten Wikipedianer hat das alles einen Sinn, denn in der Wikipedia haben bestimmte vermeintlich deutsche Worte eine eigene, innerhalb der Wikipedia genau definierte Spezialbedeutung bekommen, ähnlich wie es mit bestimmten Begriffen im 'Juristischen' ist. Dem Neuling ist dies alles nicht geläufig, für ihn ist 'Unsinn' keine Erklärung, sondern eine Beleidigung. Das ist der hermetische Aspekt. Parallel dazu hat man ihm noch dazu die in seine Änderung investierte Zeit entwertet. Das ist der destruktive Aspekt. Kommunikationstechnisch läuft also das Folgende ab: Ein Neuling ist bereit, an einem Projekt mitzuarbeiten, das sich ihm noch nicht als Person vorgestellt hat und für das er auch noch keine belastbare Arbeitsanleitung erhalten hat. Dennoch ist er mit seiner eigenen Zeit und Mühe versuchsweise in Vorleistung gegangen. Die Reaktion der ihm noch unbekannten Masse auf sein Bemühen ist unverständliche Kommunikation, Ablehnung und Beleidigung. Das ist Maximalschaden - das perfekte Communitygift, und das ist der Grund für den Titel dieses Textes. In anderen Projekten ist das Vorgehen anders. In der de.comp.lang.php FAQ zum Beispiel versuchten wir damals Neulinge gezielt zu verändern und zu für uns als Gruppe nützlichen Helfern auszubilden. Unsere Eckpunkte waren:
Was man vielleicht erkennen kann: Diese Ideen sind darauf angelegt, einen Weg in die Gruppe rein zu zeichnen, ihn so leicht wie möglich zu gestalten und Kommunikation persönlich zu gestalten. In der de.comp.lang.php FAQ hätte ein Neuling keine Änderung anonym vornehmen können. Wahrscheinlich wäre seine erste Änderung auch nicht auf einem Stand gewesen, daß man sie direkt in die FAQ hätte aufnehmen können. Aber sie wäre nicht mit einer Einwort-Slangbegründung entwertet worden, sondern sie hätte einen Kontakt mit dem Team hergestellt, und es hätte eine konkrete Punkt-für-Punkt Kritik am Beispiel gegeben. Die redigierte Version wäre entweder direkt aufgenommen worden, oder dem Neuling zur weiteren Überarbeitung mit konkreten Zielen und weiteren Ratschlägen zurück gegeben worden. Das Ergebnis wäre gewesen, daß er Neuling sich nicht alleine fühlt, sondern mit Personen kommuniziert hätte. Seine Änderung wäre nicht wirkungslos gewesen, selbst wenn sie abgelehnt worden wäre, sondern er hätte auf jeden Fall wertvolles und konkretes Feedback bekommen und er hätte auf jeden Fall ein klar definiertes und erreichbares Ziel gehabt, für das zu arbeiten er sich entscheiden kann. Das heißt, es wäre Motivation generiert worden: Selbst ein Fehlschlag generiert noch einen Gewinn für den Neuling und dem Neuling wird klar, wie er relativ zu dem zu erreichenden Ziel steht. Dieser Prozeß läßt sich noch verstärken, wenn man diese Kommunikation in einem gut strukturierten, öffentlichen Raum führt, etwa einer Mailingliste, auf der neben dem Neuling und dem Mentor noch weitere Neulinge mitlesen. Eine solche Diskussion bildet dann nicht nur den einen Neuling aus, um den sich der Mentor hier gerade kümmert, sondern an diesem Beispiel lernen auch die Neulinge schon etwas, die nur mitlesen. Sie können bestimmte Dinge schon im ersten Versuch vermeiden. Schaut man sich den Onboarding- und Integrationsprozeß von Wikipedia an, dann erkennt man, daß keine einzige funktionierende Struktur existiert, die sicherstellt, daß ein Neuling überhaupt eine solche Sozialisierung und Ausbildung durchläuft. Weiterhin bemerkt man, daß keine Kultur für Onboarding und Ausbildung explizit gemacht oder gar vorgelebt wird. Wikipedia hat keine Tentakel, die Neulinge abgreift, einsaugt, indoktriniert und auf Arbeitsgeschwindigkeit bringt, aber ausgezeichnete Mechanismen, die im Grunde das Gegenteil davon bewirken. Auch in der zweiten Ebene ist Wikipedia als Kultur nicht gut aufgestellt. Wenn man als Außenstehender Löschdiskussionen liest, dann sieht man hier einen Haufen Bürokraten (ich meine nicht den gleichlautenden Wikipedia-Slangbegriff), die sich mit seelenloser Regelanwendung bekriegen. Was man nicht erkennt: Respekt vor der Zeit und Arbeit, die Autoren in Artikel hineingesteckt haben. Eine Löschdiskussion oder ein Revert ist eine Kommunikation, aber es ist eine Kommunikation durch Zerstörung - zerstört wird noch dazu die wertvollste Ressource eines freiwilligen Helfers: Seine Freizeit, die er in das Projekt gesteckt hat, wird entwertet, ohne daß irgendeine Form von positivem Feedback an ihn zurück fließt - Wikipedia frustriert nicht nur Neulinge, sondern auch gestandene, langfristig aktive Helfer systematisch. Angenommen ich überlebte also meine Zeit als Neuling bei Wikipedia und würde ein aktives Mitglied in der Gemeinschaft Wikipedia, was immer das ist - wäre ich dann auch so wie die da? Und würde ich so werden wollen wie die Leute, die da diskutieren? Das sind die Fragen, denen man sich als Betrachter von außen stellen muß und wenn ich als normaler Mensch gelten kann, dann ist die Antwort automatisch 'Argh! Igitt! Nein!'. Und dann existiert noch eine dritte Ebene von Wikipedia und das ist die Ebene der Posten und Pöstchen für brave und engagierte Mitarbeiter. Die Vorgehensweisen, Prozesse und Verflechtungen dort sind für einen Außenstehenden nicht verständlich, ebensowenig wie die organisatorischen Zuständigkeiten - wer gehört wem, und gibt die eingenommenen Spenden für wen zu welchem Zweck weiter. Neben dem unmittelbaren Eindruck der Intransparenz kommt zumindest für mich noch der Eindruck von fehlenden Checks und Balances dazu - mir ist nach einem Monat jedenfalls nicht klar, welche Mechanismen existieren, um etwa amoklaufende Admins und Löschköpfe einzubremsen. Zusammen mit einer Kultur fehlender Wertschätzung für die Zeit und Arbeit anderer erscheint mir das Fatal. Thomas Nesges faßt das auf eine sehr prägnante Weise zusammen:
So ist es. Je mehr ich über Wikipedia lerne, desto weniger begeistert sie mich. Communitygift. Frustrationsmaschine. Das müßte nicht sein. Es wäre sogar leicht zu ändern. Aber das setzte voraus, daß man das als Problem formuliert und akzeptiert und dann Änderungen in der Art der von mir oben beschriebenen Ansätze baute: Das heißt
Oh, und die Technik aktualisieren - Levitation ist technisch ein Meilenstein für Wikipedia. Aber ohne eine gewollte und gezielte Änderung der Kultur auch wirkungslos.
Geschrieben von Kristian Köhntopp
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s/Wikipedia/deutsche Wikipedia/ ansonsten ACK ... um auch mal fiesen hermetischen Slang zu benutzen ;-) Schönes Beispiel für die Gefahren die auf der dunklen Seite der Macht lauern. @Benni Bärmann: nein, das gilt für alle Wikipedias, auch für en:wp. http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Special%3ALog&type=delete&user=&page=&year=&month=-1&tagfilter=&hide_patrol_log=1 nur mal so als Link fürs Löschlogbuch. Die haben da sogar vorformulierte und durchnummerierte Löschbegründungen. Ach ne, ich vergaß, die en: ist ja das ultimative, erstrebenswerte Vorbild. Ich weiß schon, warum ich dort noch nie einen Artikel bearbeitet habe. Mir sind Communities die menscheln einfach lieber. :) Kris, du triffst wie immer den Nagel auf den Kopf. Hab grad nochmal nachgeschaut, und das war einer meiner ersten edits, nur die Antwort auf die Begrüßung auf meiner User-Seite. Man beachte das Datum. QUOTE: Danke für die Begrüßung, aber auch wenn doch noch 1-2 lesenswerte Artikel verlinkt sind, finde ich persönlich den Ton etwas unpassend. An sich finde ich das schon sinnvoll, aber (was du natürlich nicht wissen kannst, obwohl es 4 Monate nach Registrierung ist..) bin ich eigentlich kein Neuzugang und der Text ist schon ein bisschen auf Leute zugeschnitten, die scheinbar überhaupt keine Ahnung haben. Irgendwie würde ich mich doch etwas eingeschüchtert fühlen, wenn ich wirklich neu hier wäre. Auch und besonders finde ich den Inhalt und die Formulierung in den verlinkten "Sei mutig, tapfer und zur Not auch grausam"-Artikeln sehr fragwürdig. Für mich strahlt das ein bisschen viel Hochmut und Herabwürdigung statt neutraler Aufklärung neuer User dar. Ein gewisser Elitismus der angestammten User ist zwar normal in Gemeinschaftsprojekten, aber gerade bei einem Werk wie der Wikipedia verbitte ich mir eigentlich solche unterschwelligen Unterstellungen. Mag natürlich sein, dass ich der einzige bin, der bisher an diesem Text Anstoss genommen hat, oder dass ich stark überreagiere. aber ich kanns eben nicht ändern. Der Tip mit --~~~~ war zB Gold wert, also weiter so. :) --XXX 00:32, 16. Nov 2005 (CET) Vielen Dank für diese treffende Analyse. Wann gründen wir alle zusammen ein Bündnis für eine offene Enzyklopädie? Hier der Vorschlag: http://www.metronaut.de/?p=1044 Wer jemals unsicher war, ob er den Tippfehler oder das fehlende Bild in einem deutschen Wikipedia-Artikel nachbessern sollte, und vielleicht nicht den Idealismus besitzt, eine Konfrontation einzugehen, weiß spätestens seit diesen Tagen, dass die Wikipedia außerhalb der Gesellschaft stattfindet. Leider dürften dies 99% der Nutzer sein. Tendenz steigend. Vielen Dank für die Zusammenfassung. Ein trauriges Ergebnis. Ich schau mir den Zirkus um Wikipedia nun schon seit Wochen an und mittlerweile glaube ich, dass das Konzept an sich kaputt ist. Nach dem Peter Prinzip sind an die Admin Position irgendwelche Spacken gekommen und die fröhnen nun ihren Ego Trips oder ihren falschen Göttern. Da Wikipedia aufgrund des Inhalts und der Userzahl de facto eine Marktmacht hat und als große Struktur (wie eine Bank) zu scheitern beginnt, muss man sich nach etwas Neuem umsehen. Und zwar heute. Bildung als Standortvorteil in Deutschland beginnt für viele 3-Käse-hoch-e mit "ich klick mal Wikipedia". Artikel nicht vorhanden? Die ganzen zentralisierten Strukturen im Internet finde ich persönlich zum davonlaufen, dazu zähle ich DNS (der 2-Letter-Domain Zirkus, wtf), Datenkrake Google und auch Wikipedia. Das liebste wär mir, irgendwer würd zumindest die ersten beiden mit IPv6 Anycast Geschwurbel oder sonst einer tollen Idee überflüssig machen. Für Wikipedia wäre eine vom Bund unterhaltene Platform mit bezahlten Redakteuren vielleicht das kleinere Übel, denn das Wissen in Wikipedia wird in Zukunft ansteigen und für uns alle noch viel wichtiger als heute in 2009. Wobei die Redakteure keine Inhalte liefern sollen, sondern vielleicht Formatierungen deichseln, Rechtschreibfehler beheben und so Krempel. Ein "Kraut Wiki" wäre dann leider aber weniger international. Also lieber eher ein EU Projekt? Aber eins steht für mich fest: Die Pickel Admins müssen verschwinden, freiwillig, oder durch die normative Kraft des Faktischen einer besseren, unabhängigen Platform. Die Nazis haben Bücher verbrannt und diese "Admins" löschen Artikel, where's the fscking difference? Was für einen verdammten Grund kanns mit der Lieferbarkeit von 2 Terabyte Festplatten für 150 EUR noch geben, ein Exkludist zu sein? Zeit, mal ein paar Mitpiraten aufzuwecken, hm? Gruss aus Franken, Stephan PS: Sorry für den Godwin. Danke, Kris. In dieser strukturierten Form hätte ich es nie ausformulieren können. Ich finde eine auffallend große Menge an Stichpunkten, die ich für eine eigene Meinungsäußerung gesammelt hatte, in Deinem Artikel wieder. Der Artikel enthält viel Wahres. Vor allem der Aspekt, wie man eine Gemeinschaft zur fruchtbarer Zusammenarbeit (auch) übers Internet bringt, sollte Pflichtlektüre für Aktive werden. Ich kann es aus meiner eigenen Erfahrung in einer anderen Wikipediaversion bestätigen: Ziel muss es sein, Neulinge so schnell wie möglich fit zu kriegen, d.h. am Anfang intensiv zu begleiten, so dass sie sich bald den Rest selbst beibringen oder nachlesen können. Stattdessen habe ich erlebt, dass man bei Anfängern entweder gar nichts durchgehen ließ (was die meisten verschreckte) oder alles (was ewige Anfänger erzeugte und völlig überlastete Experten, die nicht mehr abarbeiten konnten, was die Neulinge alles an Korrigierenswertem produziert hatten). In den hier präsentierten Regeln steckt sehr viel Erfahrung in menschlichen Umgangsformen und Projektarbeit - Hut ab! Das sind meiner Meinung nach gleich 2-3 Punkte, die Du da ansprichst, und die mir sehr wichtig erscheinen. Einmal will man Neulinge personalisieren. Ich glaube, daß man mit dem Neuanlegen von Artikeln durch IPs Schluß machen kann und sollte. Dadurch wird auch die Einstiegshürde für Spammer ein wenig hochgesetzt und Spammer hoffentlich auch verkettbar. Dann will man sicherlich auch die Ausbildung von Neulingen verbessern und vor allen Dingen mal Material bauen, das überhaupt von der Form und Aufbereitung her zur Ausbildung taugt. Das, was die deutsche Wikipedia dort zur Zeit anbietet, tut das nämlich komplett nicht. Und schließlich will man sicherlich generell ein Umfeld schaffen, das zur Diskussion besser geeignet ist als die Wikipedia-Software heute. Denn Mediawiki ist vielleicht ein mittelmäßiges Lexikon, aber als Forum das absolute Schlußlicht in jedem Usability-Wettbewerb. Nett. Leider sind einige Überlegungen recht spekulativ. Z.B. der ganze Absatz mit "Hier zum Beispiel ist eine Liste von Löschungen in der deutschen Wikipedia und dahinter jeweils der Kommentar - 'Unsinn' Dem Neuling ist dies alles nicht geläufig, für ihn ist 'Unsinn' keine Erklärung, sondern eine Beleidigung." Habe mal in die Liste geschaut, was sich beispielsweise hinter den ersten drei mit Begründung "Unsinn" gelöschten "Artikeln" verbarg (als Wikipedia-Admin kann ich das ;-) Also, "Leon Schalit" bestand nur aus dem Wort "stinkt", "Christopher Teuchert" aus "Selbsternannter König von Lehmkuchenhausen" und "Domenik" aus "sexy 22 mag sex". Da IST Unsinn, wie man es dreht und wendet, das ist sogar ein recht mildes Wort dafür. Hingegen finde ich das Herumgenörgele an der Arbeit von Leuten, die viele Stunden ihrer Freizeit in das Projekt Wikipedia stecken, ziemlich beleidigend. Letzteres ist in meinen Augen kein überzeugendes Argument. Diese Leute haben ihre Arbeit erstens aus freien Stücken aufgenommen; daraus erwachsen keine Boni oder Ansprüche auf Sonderbehandlung. Zweitens müssen sie sich wie alle übrigen an den erzielten Ergebnissen messen lassen. Das "Herumgenörgele" ist drittens eine Reflektion der Tonart, die einem entgegenschallt, sobald man die Wikipedia betritt. Einem Vandalen auf Augenhöhe zu antworten, heißt sich mit ihm zu verbrüdern. Einen Spamartikel mit einem einzelnen Wort zu kommentieren, das für jeden außerhalb der Wikipedia eine Beleidigung darstellen muß und diese Vorgehensweise auch noch sinnvoll, richtig und sogar "mild" zu finden, belegt nur, daß die von Kris aufgezählten Mindestanforderungen an eine Community eben genau nicht erfüllt werden. Offensichtlich nicht einmal von einem Wikipedia-Admin. Also, spekulativ finde ich das nicht. Sondern bestätigt. was heist den der letzte Absatz? Das man keine konstruktive Kritik üben darf? Denn genau das macht der Artikel. Auch wenn Deiner Meinung nicht alles richtig ist, so sollte doch Überlegt werden was man tun kann um solche Eindrücke der deutschen WP zu vermeiden. Verbesserungsbeispiele sind hier zu genüge vorhanden. Gruss martin0, der sehr sehr froh um die de.wp ist! Ich glaube nicht, daß man mir rechtmäßig 'Nörgelei' unterstellen kann. Zum einen denke ich schon, daß meine Erfahrung mit Communityarbeit und als Trainer mich in die Lage versetzen, die Mechanismen zu beurteilen, die hier am Werk sind. Zum anderen glaube ich, daß die Wikipedia eine Reihe von Problemen hat. Ich kann mir glaube ich sogar gefahrlos erlauben, bei Dir und auch vielen anderen in der Wikipedia zum Beispiel mangelnde Distanz und Reflektion zu unterstellen: Offenbar macht ihr sehr fleißig und ausdauernd einen guten Job - nämlich Spam und Spamartikel aus der Wikipedia heraus zu halten. Aber das ist doch keine konstruktive Tätigkeit - sie ist stumpfsinnig, erschafft nichts und sie endet nie. In Deiner Situation wäre mein dringendestes Anliegen doch zu verstehen, warum diese Arbeit notwendig ist und wie man diese Notwendigkeit abschaffen könnte. Warum zum Beispiel müssen 'IPs' Artikel in der Wikipedia anlegen dürfen? In Deiner Situation würde ich mich auch mehr selbst beobachten und mein eigenes Verhalten hinterfragen. Wenn ich eine solche repetetive Arbeit mache, dann muß ich mich doch bewachen und mich fragen: Welche Veränderung bewirkt diese Arbeit an mir, wenn ich sie nicht tue? Trage ich Verhaltensmuster oder Urteile von dieser Arbeit in den Rest der Welt und wenn ja, wird die Welt dadurch ein besserer Ort? Konkret also: Bewirkt dieser Löschjob, daß ich grundsätzlich mit 'Löschen' reagiere, wenn ich versuche, Probleme anderswo in der Wikipedia zu lösen versuche? Schränkt der Löschjob mein Repertoire an Antworten außerhalb des Jobs ein? Ich glaube, daß ich solche Verhaltensweisen bei Einzelnen tatsächlich beobachten kann. Das ist nicht gut, sondern das ist genau Communitygift. Oder: Wenn man nur einen Hammer als Werkzeug hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus. Danke für die Analyse. Übrigens lassen die gerade laufenden Adminwiederwahlen erkennen, daß die Selbstheilungskräfte in de nicht mehr reichen: Anscheinend ist der einzige Grund für eine nicht erfolgreiche Wiederwahl Nichtaktivität - wer allerdings in Löschdiskussionen bevorzugt Autoren beleidigt und gerne Artikel löscht, wird wiedergewählt. Das ist doch der Punkt - was jammert ihr hier rum, macht mit! Es ist relativ einfach bei Wikipedia stimmberechtigt zu werden - man muss halt eine Weile sinnvoll mitarbeiten. Und dann wählt man die Leute, die man haben will. Sinnvoll mitarbeiten? Wo kann man das in der WP zur Zeit? Meinst du etwa damit ... sinnbefreit Löschenträge zu stellen, wie z. 'Weissbier'? Nein, meine Zeit ist mir hierfür deutlich zu schade und investiere sie ergo in sinnvollere Dinge. Ich habe abgestimmt. Es ändert nichts (stattdessen werde ich beleidigt und bedroht). Und ich habe keine Lust, bei der derzeitigen Lage den langen "Marsch durch die Wikipedia-Institutionen" anzutreten. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Darum führe ich diese Diskussion ja auch außerhalb der Wikipedia. Wikimedia ist eine mittelmäßige Lexikon-Software und als Forum echt scheiße. Und sie erzeugt durch inadequate technische Strukturen belastete Kommunikation. Nur wenn man den Diskurs aus der Wikipedia heraus trägt kann man den Knoten lösen! "stattdessen werde ich beleidigt und bedroht"?! Tja, als derart arroganter Typ (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/User_talk:Oneiros#de:Christoph_Seidler) hast du auch nichts anderes verdient. Ich vermisse bei Dir einen Smiley. Und einen Hinweis, warum ich irgendwem meine Stimme erklären muß. Achja: Auf die Vandalenmeldung warte ich immer noch. :-) Mitmachen? Bei einer merkbefreiten, beratungsresistenten, reaktionären Blockwart-Sekte? Was für einen Sinn sollte das haben? Ich kann den Frust gut verstehen, aber wenn man mal genauer hinschaut, dann sieht man, dass hinter dieser Löschwut und der Fehde gegen ccc und fefe nur relativ wenige bzw. immer die gleichen Spinner stecken. Jedenfalls verschwindend wenige im Vergleich zur Masse an Leuten, die einfach normal bei Wikipedia mitmachen und relativ geräuschfrei editieren, verbessern, formatieren oder sonst wie sinnvoll mitmachen. Dazu kommt, dass man recht schnell den Status bekommt mit abzustimmen (es reichen AFAIK 200 Edits). Wenn ich mir jetzt den ganzen Rummel um Löschnazis und fefe ansehe, dann sollte es doch nicht so schwer sein, bei Wikipedia mitzumachen (zur Not editiert man Tippfehler und Formulierungen) und dann einfach bei den entsprechenden Abstimmung die Lösch-Admins in die Wüste zu schicken. Ich würde wetten - allen Schimpftiraden mit Schaum vor dem Mund zum Trotz, nutzen doch alle Wikipedia ganz gern. Wenn das so ist, und die Strukturen in der Wikipedia nicht in der Lage sind, solche Individuen zu isolieren, zu benennen und zu sanktionieren, dann hat die Wikipedia noch ein weiteres strukturelles Problem, denn dann fehlen ihr die Mechanismen, destruktive Kräfte auf der Leitungsebene von dort zu verbannen. Das ist ein sehr schwerwiegendes Problem und sollte noch einmal gesondert behandelt werden. Ist das nicht eine Bankrotterklärung des Systems Wikipedia? Die eigenen Selbstheilungskräfte, auf die man immer so stolz war und als Religion vor sich hergetragen hat, versagen. Dann ruft man nach Außen und sagt "Ihr da, Ihr seid schuld, Ihr macht ja nicht mit, was wollt Ihr denn?" Gepflegt wird dabei übersehen, dass diejenigen, die nicht mitmachen, über Jahre hinweg von der Wikipedia-Clique angep*sst, gedemütigt, beleidigt und vertrieben wurden. Von den vorher so geschmähten (zu denen ich auch gehöre), erwartet man jetzt Hilfe? Och nö. Gebetsmühlenartig wird vorgetragen, dass es nur eine kleine Minderheit bei Wikipedia ist, wie "WB", die sich dort aufführen. Ok, dann sollen doch die Admins zusehen, dass sie die unter Kontrolle bekommen. Mit dem Pöstchen kommt auch Verantwortung. Diese Verantwortung nehmen Admins schon seit Jahren nicht war, jetzt zu versuchen die Verantwortung auf die Vertriebenen abzuschieben ist unredlich. es gibt seit 2008 eine detaillierte analyse der wp-problematik von einem amerikanischen prof. sie wird in diesem artikel zitiert, ungefähr in der mitte. (v.a. die fett hervorgehobenen textstellen) auch sein resumee ist negativ. der artikel ist auf google-knol: http://knol.google.com/k/wikipedia-oder-knol-meinungsfreiheit-und-zensoren# ausserdem steht in dem artikel noch die persönliche lösch-erfahrung eines ausgewiesenen spezialistens der meeresbiologie. @Felix Ich hab mir die Löschlog angeschaut - mir gefällt sie wesentlich besser als in der deutschen Wikipedia. Ich kann die Löschgründe anklicken und es wird eine genaue Beschreibung geliefert. Sie sind bei weitem nicht so provokant wie "Unsinn". Wäre Unsinn verlinkt und eine Beschreibung wäre vorhanden alá "Unsinn repräsentiert groben Vandalismus im Form von ..." würde ich es noch verstehen. Die deutsche Wikipedia ist Menschenfremd geworden. Das ist der Kernpunkt der gesamten Diskussion. Die englische Wikipedia bietet eine ganze Menge mehr Einstiegsmöglichkeiten und allgemein ist die englische Community wesentlich freundlicher gegenüber Neulingen. Natürlich ist sie weit weg von Perfekt, aber näher dran als die deutsche Wikipedia. (Man brauch sie nur die Löschlog anzusehen - man sieht viel mehr "Fixing broken Redirects" als groben Vandalismus.) "Wikipedianer" fühlen sich einfach elitär. Sie stehen über uns... Ich pauschalisiere dies absichtlich. Natürlich gibt es Ausnahmen... Da sind einige sehr valide Punkte in deinem Artikel. Und eben weil das Problem mit Geld nicht zu lösen ist, bau ich (der Typ hinter Levitation) weiter fleißig an der Technik. Und damit vielleicht etwas klarer wird, wo ich hin will, habe ich ein paar Gedanken aufgeschrieben, wie man das Problem denn dann lösen könnte. Hier: http://scytale.name/blog/2009/11/jedem-seine-wikipedia hmmmm, mich würde mal interessieren, was du in diesem Monat alles gemacht hast, um dich mit Wikipedia vertraut zu machen. Hast du ein paar Artikel geschrieben oder verbessert? Dann kommt man eigentlich schnell mit Leuten in Kontakt, die sich für dieselben Themen interessieren. Oder bist du auf gut Glück umhergeirrt? Dann würde mich das kaum wundern. Für mich ist das ein Fall von Security through obscurity: Leute, die "drin" sind im Geschehen, finden auch relativ schnell die Organisationsseiten. Wer dagegen nicht wirklich beurteilen kann, was dort vor sich geht, der braucht seine Nase auch nicht in sowas zu stecken. Dass gewisse (und zwar funktionierende) Mechanismen bestehen müssen, sollte angesichts der Größe der Community klar sein. Wenn ein Admin Mist baut (wichtig: "Mist" in den Augen der Community, nicht irgendwelcher Blogger o.ä.), dann ist er seine Rechte ganz schnell wieder los. Ein paar Beispiele für "Checks and Balances": http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Sperrprüfung, http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Löschprüfung, http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Adminwiederwahl, http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Administratoren/Probleme, http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Vandalismusmeldung. In dem Zusammenhang hätte ich auch noch eine Frage: Was meinst du mit "Posten und Pöstchen"? Es gibt im Prinzip nur genau einen "Posten", der im Unterschied zum normalen User von Bedeutung ist: den des Admins. Ja genau, diesen einen, mehr ist nicht von Belang. Ein paar Zitate zu Punkte von dir: (Zitat) "Schaut man sich den Onboarding- und Integrationsprozeß von Wikipedia an, dann erkennt man, daß keine einzige funktionierende Struktur existiert, die sicherstellt, daß ein Neuling überhaupt eine solche Sozialisierung und Ausbildung durchläuft." Einspruch: Es gibt das http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Mentorenprogramm , das auch gut funktioniert. Zu finden sollte es auch sein, z.B. auf der Hauptseite. Es gab auch schon Diskussionen, das verpflichtend zu machen, aber das wurde dann als zu bevormundend empfunden. Außerdem wird nur ein Bruchteil der Accounts auch aktiv, die sich täglich so registrieren. (Zitat:) "Dieser Prozeß läßt sich noch verstärken, wenn man diese Kommunikation in einem gut strukturierten, öffentlichen Raum führt, etwa einer Mailingliste, auf der neben dem Neuling und dem Mentor noch weitere Neulinge mitlesen." Gibt es, siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Fragen_von_Neulingen Allerdings sind die dort aufschlagenden Fragen so vielfältig, dass ich mich frage, ob das anderen Neulingen tatsächlich etwas bringt. (Zitat:) "Hier zum Beispiel ist eine Liste von Löschungen in der deutschen Wikipedia und dahinter jeweils der Kommentar - 'Unsinn', 'Kein Artikel', 'Kein enzyklopädischer Inhalt', 'Löschdiskussion'. Für einen altgedienten Wikipedianer hat das alles einen Sinn, denn in der Wikipedia haben bestimmte vermeintlich deutsche Worte eine eigene, innerhalb der Wikipedia genau definierte Spezialbedeutung bekommen, ähnlich wie es mit bestimmten Begriffen im 'Juristischen' ist. " Noch ein Wort dazu: Nur einen Bruchteil (ein Lieblingswort von mir ;-) davon ist geht auch nur halbwegs in Richtung "Artikel". Ein Großteil davon wird "Hallo", "Deine Mudda stinkt", "Test test ficken test" als einzigen Text enthalten. Schau einfach mal die obersten drei Einträge der Seite an: „Lustige Fakten des Elektromotors“, „Wie geht es den menschen in china“, „Herbert und die enten“ , da wird schon im Titel deutlich, dass das keine ernstzunehmenden Einträge sind. Beim Überfliegen finden sich (schon vom Titel her, wohlgemerkt) dann Perlen wie „Seit wann es internet gibt“, Die verbindung von istanbul bis zu mekka schine“, „Halt die fresse patrik“, „Was versteht man unter einem ökologischen rucksack?“ (noch auf der "ersten Seite", je nach PC/Auflösung/Browsereinstellungen. "Unfug"/"Unsinn" usw. trifft es, dafür braucht man sich keine jeweils angepassten Begründungen aus den Fingern saugen. Das waren jetzt einfach nur mal ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind. Insgesamt ist vieles dabei, was innerhalb der Wikipedia ganz genauso diskutiert wird. Dazu zählen: Entwicklung eines Insider-Slangs, unfreundliches Klima in den Löschdiskussionen, hohe Einstiegshürde für Neulingen, schlecht organisierte Hilfeseiten, fehlendes Gemeinschaftsgefühl, ... Eine Sicht von außen zu lesen ist auch mal gut, allerdings machen sich auch innerhalb der Community viele Leute viele Gedanken. Sonst wäre sie nie auf die heutige Größe gewachsen und hätte fast eine Million mehr oder weniger brauchbarer Einträge, sondern wäre in PR-Texten erstickt, zertrollt worden von politisch Extremen, Sekten oder was weiß ich, was man ihr schon seit Jahren alles für Untergänge voraussagt. Ein letztes Wort noch zu den organisatorischen Zuständigkeiten: Ist eigentlich ganz einfach. Es gibt die Wikipedia, die gehört der Wikimedia Foundation in den USA. Die Wikipedias in den jeweiligen Sprachversionen werden von den jeweiligen Communitys organisiert. Und dann gibts noch den deutschen Wikipediaverein (und Vereine in anderen Ländern). Der darf der Wikimedia Foundation kein Geld direkt zukommen lassen wegen Vereinsrecht, sondern betreibt ein paar Server, unter anderem einen Toolserver. Genaueres zur Verwendung der Spenden steht in den jeweiligen Tätigkeitsberichten, die man natürlich anschauen müsste, wenn es einen interessiert. Da ist sie wieder. Die Form der Kommunikation, die an der Wikipedia kritisiert wird. Dieses latent unfreundlich-arrogante. Zum Beispiel: "Wer dagegen nicht wirklich beurteilen kann, was dort vor sich geht, der braucht seine Nase auch nicht in sowas zu stecken" oder "(wichtig: "Mist" in den Augen der Community, nicht irgendwelcher Blogger o.ä.)" oder "[...]die man natürlich anschauen müsste, wenn es einen interessiert." Die Debatte hat sich leider schon unnütz erhitzt [nicht zuletzt natürlich auch durch den ebenso unsachlichen, reißerischen Stil einiger Blogger] - aber da greift eben der mMn zentrale Punkt des kommentierten Blogposts: "Wir wollen auch Standards für unsere Gemeinschaft setzen und kommunizieren daher immer in einem Ton, den wir von anderen in der Gruppe erwarten. Wir tun das unbedingt und immer und ausdrücklich selbst dann, wenn unser Gegenüber das nicht tut." Es ist natürlich nur menschlich, wenn man - angesichts teilweise vielleicht unberechtigter Kritik oder unverschämt formulierter Texte zum Thema - das nicht immer "mit links" schafft. Nicht umsonst hat die Wikipedia ja extra das hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Immer_einen_k%C3%BChlen_Kopf_bewahren Aber genau der Tonfall, der in deinem Kommentar durchscheint - korrigiere mich, wenn ich es falsch auffasse, aber eine reine Textkommunikation bringt diese Ambivalenzen mit sich, die auch mal falsch gedeutet werden können - ist es, was Neulinge abschreckt (mich z.B. auch) - dieses "Wir sind "drin" und du bleibst bitte bei den anderen Kindern aka "Bloggern" und spielst weiter mit deinen Förmchen". Dieser Tenor in der Außenkommunikation ist m.E. integraler Problembestandteil - das Communitygift. Schön für dich. a) Nur "IPs" posten ohne URL oder E-Mail-Adresse ;-> b) Was nützt die tollste Diskussion, wenn nichts Sinnvolles dabei raus kommt? Und wenn obendrein davon auch nix ans "Licht der Öffentlichkeit" - ie. the rest of the www - gelangt? So in der Art: Es ist Krieg - und keiner geht hin. cu, w0lf. @Ein Zar: das von Dir angesprochene Mentorenprogramm gibt es natürlich, und das habe ich in der Wikipedia auch schon gefunden. Und sicherlich sind viele Unfugseinträge auch Unfug bzw. Vandalismus, und bei denen bestreitet das auch keiner. Ich habe jetzt ehrlich gesagt auch keine Lust das Löschlog durchzuschauen. Nur: Die hier kritsierten Umgangsformen - und dieser Artikel, der sehr gut und verständlich Beispiele nennt, wie man es besser machen kann (ich vermute mal, ohne das Projekt zu kennen, natürlich in einem kleineren Projekt - trotzdem ist das, was Kristian schreibt, richtig, und die Vorschläge gut) wird dadurch nicht entwertet. Ich kenne einige ernsthafte Wissenschaftler (nicht nur (Eurer Meinung nach) Zweitklassige wie Bruce Schneier, sie bloggen nämlich nicht), deren Beiträge mit "unverständlich" oder "überflüssig" gelöscht werden. Leute, die Artikel verbessern wollten werden mit "versteht keiner" abgekanzelt und ihre Änderungen rückgängig gemacht. Da verweist NIEMAND auf das Mentorenprogramm. Der Ton stimmt einfach nicht. Stattdessen führt nun "die WP-Elite", sprich die, die möglichst viel löschen wollen, einen Kleinkrieg gegen den CCC und versucht, die CCC-nahen Einträge zu löschen. Dazu wird sie von Administratoren und Wikimedia-Mitarbeitern (oder ehemaligen) angestiftet. Sie bedienen sich Mittel wie "wir löschen schonmal die Verlinkung, bevor der Artikel gelöscht wird", um den Artikel durch möglichst wenig Verweise unwichtig erscheinen zu lassen und zu diskreditieren. Gut, viele der Löschanträge sind erledigt - aber das kostet alle Beteiligten Zeit und Nerven. Auch Eure Admins, die über diesen Mist urteilen müssen, und die Leute, die sich jetzt dafür einsetzen müssen, dass die Sachen drinbleiben. Überlegt mal, welche "Strukturen", um es mal so zu nennen, ihr so angreift. Das sind die, die sich immer für freies Wissen eingesetzt haben. Und die sich zur Wehr setzen, wenn es bedroht wird. Wenn man sich als jemand, der mal ein paar Änderungen versucht hat, in eine Diskussion einklinken will, wird man direkt als "Sockenpuppe" bezeichnet, wenn man das dann nachgewiesenerweise nicht ist, ist man "Fefes Fleischpuppe" genannt, nicht von irgendwelchen Benutzern, sondern von Admins - was nebenbei Blödsinn ist, ich tue Dinge, weil ich sie machen will, nicht, weil Fefe das sagt (ja, ich hab den Link aus seinem Blog, eine Meinung bilde ich mir selbst, das kann ich). Ich bin selbst Administrator in einer Community - und einer der wichtigsten Grundsätze ist, dass wir, bei aller Emotionalität im Geschehen immer den kühlsten Kopf bewahren müssen und möglichst sachlich argumentieren. Das ist in der WP offenbar nicht so, da schmeissen Admins und WP-Eliteuser mit Beleidigungen um sich. Ist das ein Diskussionsstil? WILL ich da noch irgendwie - monetär, inhaltlich, disktuierend - mitarbeiten? Meine Antwort habe ich gefunden. So, schauen wir doch mal: Es gab seit gestern Nachmittag eine Diskussion um eine Vandalismusmeldung am gestrigen Tag. Die findet sich jetzt bereits im Archiv (ist also keine 20 Stunden gelaufen). In der WP wird selber gessagt, dass man nicht davon ausgehen solle, dass Admins 24/7 online sind. Wenn aber schon Admins nicht 24/7 online sind, dann kann das bei normalen Usern erst Recht nicht unterstellt werden - die hatten nunmehr aber keine Chance, sich an der Diskussion zu beteiligen. Warum? "Wer dagegen nicht wirklich beurteilen kann, was dort vor sich geht, der braucht seine Nase auch nicht in sowas zu stecken." Ich bin Rechtsanwalt und habe einen Fachanwaltskurs hinter mir und habe (zugegeben unter schlichter IP, weil mir das Einloggen bei der WP zu nervig ist) diversese Male Fehler in Artikeln, die meine Fachgebiete betreffen, ausgebügelt. Die wurden regelmäßig mit der Begründung revertiert, dass kein Beleg angegeben wurde. Und daran krankt es dann: es sind Fehler in der WP (und dementsprechend auch keine Belege zu dem Punkt). Wenn man einen beleglosen Fehler korrigiert, wird (von regelmäßig völlig Fachfremden) eine Belegstelle verlangt. Es geht vielen WPianern nach meinem Eindruck nicht (mehr?) um inhaltliche Qualität, sondern rein um ("belastbare") Belege (und man weiß vorher nie, welche Belege der fachfremde Reverter als belastbar betrachtet). Ich mache mir also Arbeit (Korrektur - von der ich weiß, dass sie inhaltlich richtig ist) und soll anschließend nocheinmal Arbeit (Belegsammeln) einbringen, ohne dass ich vorher weiß, dass die Zeit sinnvoll investiert ist (weil ich nicht weiß, was er als "belastbar" ansieht). Warum sollte ich das tun? VG -- ~~~~ (nota bene: ich hatte grade DNQ als Spamschutz-Grafik... :) ) QUOTE: geht vielen WPianern nach meinem Eindruck nicht (mehr?) um inhaltliche Qualität, sondern rein um ("belastbare") Belege (und man weiß vorher nie, welche Belege der fachfremde Reverter als belastbar betrachtet).
Ich glaube - beleglos - daß das auch eine Spätfolge eines Traumas ist, daß die Wikipedia-Gemeinschaft so um 2005 oder 2006 herum erlitten haben muß, als es einen Haufen Tests von Enzyklopädien gegeben hat, bei denen die Wikipedia als das offene und kostenlose Lexikon des Netzes gehen Encarta, Brockhaus und Bertelsmann angetreten ist. Dabei ist es - wenn ich recht erinnere - auch zu 'Tests' gekommen, bei denen Journalisten eine Reihe von Wikipedia-Artikeln vandaliert haben, um mal zu sehen, wie lange eine solche Änderung denn Bestand haben kann. Die immer noch anhaltende Reaktion der Wikipedia darauf ist, die Suche nach der Wahrheit in die Suche nach dem Beleg umgewandelt zu haben. Das ist im Grunde eine gute Sache, oder jedenfalls eine brauchbare Strategie für diese Sorte von Bedrohung, aber es ist nicht nur spaßbefreit, sondern die Darstellung der Wikipedia im Mediawiki als auch die Dokumentation haben diesen Schwenk im Schwerpunkt nicht nachvollzogen und offengelegt. Und der Diskurs darum muß auch irgendwo in einer Meta-Seite der Wikipedia und nicht öffentlich gelaufen sein. Eine schöne Analyse, die meinen persönlichen Editions-Erfahrungen beschreibt, und gut ableitet, wie es sein müsste. Mein erster Kontakt "als IP" scheiterte an einem gesperrten IP-Kreis. Nach Aufklärung (der war übrigens nett und per Mail) editierte ich mit Login, und sah mich sehr abwertenden Kommentaren gegenüber. Zum Einen wurde die Relevanz in Frage gestellt (für Kris: ich fasste Wissen über eine Vorgängerfirma von WMF zusammen), und der Stil wurde mit "das geht gar nicht" bewertet. Ich hatte nach einem "HowTo" gesucht, nichts gefunden, und habe versucht, den Stil und die Aufmachung anderer Artikel zu dekodieren und für mich zu adaptieren. Am Ende des Tages bleibt nach harrscher, persönlicher, aber nicht begründeter Herabsetzung (nicht Kritik!) - in aller Deutlichkeit - Verletzung. Und Unwillen. Es erfolgte keine Einweisung in "Wie sollte es gehen?". Ich habe keinen Mentoren erhalten. Oft denke ich, dass Artikel über Themen, bei denen ich mich auskenne, nicht vollständig, nicht klar, nicht spitz sind. Ich ändere und ergänze nichts. Weil ich mich einem (für mich) anonymen Werteurteil ausgesetzt weiß, dass ich nicht beeinflussen kann. Neue Artikel anlegen ist eine Akt, den ich nicht beherrsche; das zu Grunde liegende Handwerk wurde mir nicht nahegebracht. Die Aktiven in der deutschen Wikipedia täten gut daran, dafür zu sorgen, dass genügend Aktive nachwachsen. Die Art und Weise, wie ich Umgang mit den (dt.) Wikipedia-Admins hatte, ist in weiten Teilen sehr unangenehm. Eine potentielle Autorin ist ihnen verloren gegangen. Das ist die einzig gute Kritik, die ich im ganzen Scheissesturm gegen die WP gelesen habe. Der Rest beschraenkt sich ja lieber darauf, die Sau durchs Dorf zu hetzen. Mit solchen Leuten wird auch das naechste Projekt nichts. Und du kritisierst genauso die WP als gesichtlose Person und wuerdigst die Arbeit der einzelnen nicht. Guten Abend. Hi Kristian, gute Zusammenfassung! Ich finde das Wort Communitygift bringt es auf den Punkt. Ich habe die letzten Wochen versucht das länger zu umschreiben... dass man mit Fachwissen keine Lust mehr hat mitzumachen, dass Leute rausgeekelt werden, dass Admins und Superuser (z.B. Weissbier) in ihrer eigenen Welt leben und nicht mehr für die Community da sind. Vor allem ein Punkt hat mich angesprochen, du sagtest dass man Arbeit wertschätzen sollte statt sie zu zerstören. Etwas das ich 100% bejahen kann, so eine Umgebung vermisse ich und nicht eine wo man mit Füßen getreten wird wie bei Wikipedia. Viele Grüße, M von einem projekt, das auszog, die größte enzyklopädie des deutschen sprachraums zu zerstören, dies auch schaffte und dann einfach weiter machte. ich bin mal gespannt, wie das projekt auf das weitere mediensterben reagieren wird: viele relevanzargumente werden sich dann von selbst erledigen. toter als kuro5hin. irgendwann wird sie nur noch google brauchen. .~. Das generelle Problem ist ein anderes. Wenn es um ein gemeinsames Thema, wie PHP oder Windeln geht, dann können die etablierten Spezialisten genau abschätzen, was ein Neuling so von sich gibt. Bei der Wikipedia ist aber ein fleißiger Vielschreiber einem Fachmann, der sich nur auf sein Fachgebiet konzentriert, von vorne herein überlegen. Mir ist als Betriebswirt schon so ein Wadenbeisser mit seiner Bildzeitungsweisheit in die Parade gefahren. Nach etwas Recherche habe ich dann herausgefunden, dass ich mich mit einem Handwerkesgesellen über betriebswirtschaftliche Kennzahlen, konkret ging es um einen Industrie- Index, auseinandergesetzt habe. Also habe ich das Feld geräumt. Soll doch der Friseur dem Rest der Welt sein Welbild aufdrücken. Mir ist die Lust ein für alle Mal vergangen. Wenn jemand die Wikipedia als sein Hobby angibt, dann sehe ich darin schon das eigentliche Problem. Eine Frage Kris um das Verhältnis zu haben. Wie viele Mitglieder hat de.comp.lang.php FAQ und wieviele Neulinge kommen täglich dazu? Ist diese Größenordnung mit der Wikipedia vergleichbar? Des weiteren bitte ich zu bedenken, dass eine Situation eintreten kann, in der die Anzahl der Neulinge die Möglichkeiten der vorhanden Gruppe bei weitem übersteigt. Dies könnte in der de.wp 2004 so gewesen sein, als durch mehrere Veröffentlichungen (Spiegel, Tagesthemen) die Anzahl der Neulinge sprunghaft anstieg und die bisherige Gruppe gar nicht mehr in der Lage war, jedem einzelnen Neuling die ihm notwendige Einarbeitungsphase zu ermöglichen. Dass es bei Wikipedia wahrscheinlich sehr viel mehr Neulinge gibt als in der größten Usenet-Group, dürfte klar sein. Es ist aber nur ein weiteres Argument, und ein gutes noch dazu, für einen wesentlich besseren bzw. grundlegend anderen Umgang mit Neulingen und auch untereinander. In dclp sind so um die 6000 Artikel am Tag durchgerauscht und eine große dreistellige Anzahl von Threads pro Tag. Dem Stand ein Team von etwa 3-5 engagierten Regulars gegenüber, das sich recht explizit auf die Regeln verständigt hatte, die ich hier dargelegt habe. Wikipedia hat mehr Neulinge und mehr Artikel, aber auch ein viel größeres Team. Das Verfahren aus meinem Uplift-Artikel funktioniert und skaliert: Das haben wir über einige Jahre lang zeigen können. Entscheidend ist, daß man das Umfeld dafür schafft, also die Regeln und Kommunikationsziele verbalisiert und an konkreten Beispielen mit Leben füllt. Ein entscheidener Faktor ist, den Neulingen so früh als möglich das Gefühl zu geben, daß sie in eine existierende Gemeinschaft kommen und daß es in dieser dokumentierte und anerkannte Verhaltens- und Verfahrensweisen gibt. Noch wichtiger ist, daß sie als Personen wahrgenommen werden und mit Personen reden, nicht mit Ämtern, Funktionen oder Automaten - siehe mein Beispiel oben mit dem hinter den Busch kacken. Sobald jemand sich auf jemand anderen Besitz wähnt schaltet sich die Zivilisation ein. Auch das, was ich in dem Artikel als Multiplikatorwirkung bezeichne, ist recht wichtig, weil es den Einfluß der Regulars auf die Gruppe eben genau multipliziert. So kann eine kleine organisierte Gruppe einer größeren unorganisierten Gruppe ihre Kultur aufprägen und sie führen. Was wir heute sehen, sind die Folgen der fehlenden Regelungen, die schon 2004 fehlten. Damals meinte man, ohne diese Regelungen auskommen zu können. Der dann folgenden rasant steigenden Zahl von Neulingen war man nicht mehr gewachsen, so dass es im Endeffekt zur heutigen Unkultur gekommen ist. Dazu kommt ein weitere Nebeneffekt in Form von Benutzern, deren hauptsächliche Tätigkeit nicht im Schreiben von Artikel besteht, sondern im Agieren im Metabereich. Die Herstellung einer ähnliche Situation wie in dclp wäre nur durch eine harte Administration möglich. Um dann von Grunde auf neu beginnen zu können. 6000 am Tag? Sicher? Ich hab hier nur die Postingstatistiken ab 2004, da waren das 3000 im Monat. Und heutzutage hat ganz de.* mit etwas Glück 6000 am Tag. 6000 Edits am Tag bei Wikipedia würde ich hingegen schon eher für realistisch halten :-) Kurz: Wikipedia ist eine sich geschlossenen Gruppe mit "Mob"Qualitäten. Experten mit Fachkenntnissen haben mit Sicherheit keine Lust und Zeit sich wegen LA's von (Entschuldigung) offensichtlichen Vollpfosten zu streiten. LA's ohne vorher zu ordentlich recherchieren. Oder das z.B.: "Relevanz unklar. Das nicht zu unterschätzende Engagement war rein örtlich, keine der betreffenden Institutionen bekäme hier einen Artikel. Das Bundesverdienstkreuz ist als Orden zwar ein "Anhaltspunkt für eine mögliche Relevanz", alleine reicht es aber nicht aus." Dazu fällt mir echt nichts mehr ein ... Ich wollte einfach nur mal Danke für diesen Artikel sagen. Es ist nur schade, dass es bei der WP keinen mit so einem Weitblick gibt. Angesichts dieser Beschreibung hält man es nicht für möglich: aber immer noch werden täglich 400 bis 500 neue Seiten angelegt. Wenn man unbedingt Logs durchkramen will, sollte man auch dieses hier ansehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Neue_Seiten Dort findet man dann auch jede Menge Mentorenhilfe. Neulinge bauen Stubs, erfahrene User "wikifizieren" das Ganze und geben Neulingen Tipps. Doch niemand redet darüber. Einige fühlen sich sogar durch minimale Änderungen an "ihrem" neuen Artikel persönlich angegriffen. Auch ein sehr schönes Beispiel: der Wartungsbausteinwettbewerb. Dort kommen Teams zusammen, um vorher als mangelhaft markierte Artikel und sie auszubauen. Wenn keine Quelle da ist, wenn ein Bild fehlt, wenn die Formulierungen verquast sind, suchen sie neue - und bekommen einen symbolischen Gummipunkt dafür. Der nächste Wettbewerb startet übrigens übermorgen. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Bearbeitungsbausteine/Wettbewerb Danke für diesen Artikel. Wenn ich ein Blog betreiben würde, würde ich ein Trackback setzen mit der Überschrift: "Kris erklärt den Unterschied zwischen sozialen und politischen Netzwerken am Beispiel Wikipedia." Ich muss dem Text grundsätzlich zustimmen. Das Problem, das ich in dieser Analyse seh, ist, dass zwei verschiedene Sachen verglichen werden. Bei typischen Open Src Projekten geht es um Src, also Quellcode. Das schränkt die Zahl der Leute, die etwas Beitragen können, doch gehörig ein. Und würde man in Quellcode "guten" (im Sinne von nicht sofort gelöschtem) Vandalismus betreiben wollen, müsste man sich das Projekt lange anschauen und ziemlich gut programmieren, um bewusst Fehler verschleiern zu können. Bei der Wikipedia kann allerdings jeder Grundschulabsolvent theoretisch einen Artikel schreiben, also so ca. 99% der Bevölkerung. Da gibts schon eine ganze Menge mehr Leute, die überhaupt theoretisch in der Lage wären, sich als Vandalen zu betätigen. Ich behaupte also ein wichtiger Grund, warum das System so unpersönlich und "effektiv" arbeitet, ist vor allem Personalmangel bzw. das krasse Missverhältnis von Spam/Vandalismus zu verfügbaren Mentoren. Nichtsdestoweniger sollte es wohl ein Ziel sein, insbesondere ernst gemeinte Artikel, die vielleicht tatsächlich (noch) nicht relevant sind, nicht erst zu löschen, sondern zuerst zu verbessern. Aber das mit der Aktivitätsmessung bei Admins scheint wirklich sehr unglücklich zu sein. Danke für deine Einblicke. Spontan kam mir ein Bild in Analogie zum Film "300" in den Sinn: Von allen Seiten stürmen die begeisterten Neulinge auf die Wikipedia ein, und in der Mitte stehen die 300 Administratoren mit allerlei Geschütz und mähen sie nieder. Sicher bietet die WP Anlass zu Kritik, wie es jedes andere soziale Projekt auch tut. Es gibt nicht den richtigen Weg und auch die WP ist entfernt davon, in allen Dingen richtig zu entscheiden. Aber bei aller berechtigter Kritik bleibt, dass die deutsche WP ein Projekt mit hoher Qualität ist. Die hier kritisierten Schwächen sind zugleich die Stärken, welche die Wikipedia erst zu dem ernszunehmenden Projekt gemacht haben, das sie heute ist. Und das in einer Größenordnung, die nicht vergleichbar ist mit der PHP FAQ oder kleineren Softwareprojekten. Die geäußerte Kritik ist gesund, aber den grundsätzlichen Weg der WP halte ich für gut und richtig. Hallo ich war früher in der en.wp activ und hab mir mal in der deutschen wp nach Lektüre Ihres Beitrags sowohl die "Löschdiskussion" Fefe-Blog als auch den Text mit Diskussion zur "Weltmacht" Jürgen Habermas angesehn ... da kann ich kann Ihr Entsetzen nachvollziehen. Dass IP im de.wp-Jargon abwertend à la Kakalake gemeint ist, wusste ich nicht, aber´s verwundert mich auch nicht, Gruß A.B. "daß keine einzige funktionierende Struktur existiert, die sicherstellt, daß ein Neuling überhaupt eine solche Sozialisierung und Ausbildung durchläuft." kann man so aber nicht stehen lassen. Es gibt ja das MEntoren Programm. Leider finde ich aber dazu gerade nicht die Statistik die besagt das ein Großteil der User die unter Mentoren-Hilfe stehen trotzdem recht bald frustriert abbrechen. Bloss als zusätzliche Info Grüße Im Kern Zustimmung. Danke dafür! Das ist konstruktiver, hilfreicher und ganz einfach deutlich besser, als dein von mir zuvor kritisierter Post "Der alljährliche Wikimedia-Spendenaufruf". Nix für ungut! Die Analyse enthält zwar wichtige Punkte, die auch für Wikipedia sinnvoll sind, basiert allerdings aber zum Teil auf völlig falschen Annahme bzw. Unkenntnis über Wikipedia. Zunächst einmal besitzt Wikipedia ein Mentorenprogramm für Neulinge und auch jeder (registrierte) Neuling erhält im Normalfall eine Begrüßung mit einer belastbaren Arbeitsanweisung/Kurzeinführung, d.h. die zentrale Annahme des Artikels ist schon einmal falsch. Richtig ist allerdings, dass die Anonymisierung eine Gelegenheit ist, sich daneben zu benehmen und so Probleme verursacht. Aber das hat eben auch 2 Seiten, denn die Möglichkeit schnell, anonym und einfach beitragen zu können ist auch eine der großen Stärken von WP, die zumindest für den Anfangserfolg mitverantwortlich ist. Denn diese IP-Einträge ermöglich(t)en eine Vielzahl von Beiträgen und Korrekturen, die sonst nicht stattfinden würden. Ein Leser findet eine Rechtreibfehler und korrigiert ihn direkt. Ein Student/Doktorant/dozent schlägt was nach, findet einen sachlichen Fehler und korrigiert ihn einfach oder hinterlässt einen Warnhinweis auf der Diskussionsseite. Oder jemand sucht etwas in Wikipedia ohne es zu finden, informiert sich anders wo und schreibt dann eventuell den fehlenden Eintrag. Wikipedia bietet bewusst die Möglichkeit, spontan und unbürokratisch und auch nur punktuell einen Beitrag leisten zu können, ohne das man sich darüber hinausgehend engagieren muss, beteiligt sein muss oder gar etwas "besitzen" muss. Eine der spannenden Frage ist dabei auch bzw. ein Teil des Wikipedia-experiments, ob die anonymen Beiträge sich im Gesamteffekt positiv oder negativ auswirken. Im Vergleich zu vielen anderen (Online-)Communities oder Projekten, muss man auch auf einige wikipediaspezifische Besonderheiten achten, die so oft nicht für andere Communities gegeben sind. So gibt es die inzwischen extrem hohe Außenwirkung, die hohe Internationalität, ein festes vorgegebes Projektziel (Erstellung einer Enzyklopädie). All diese Dinge führen dann zu speziellen Herausforderungen und Schwierigkeiten. Die Idee ohne Anmeldung als IP klingt ja erst mal nicht schlecht. Ich erkenne hier aber eine fatale Wirkkette: 1.Diese Freizügigkeit ermöglicht echten(!) 'Vandalismus'. Dies sind wirklich blödsinnige Artikel ohne Inhalt. (Vandalsimus ist trotzdem imho das falsche Wort.) 2.Dieser 'Vandalismus' verursacht den Administratoren unnötigen Aufwand. 3.Dies führt bei einigen Admisitratoren verständlicherweise zu einer skeptischen Grundhaltung betreffend IPs. 4. Die Folge ist Abschottung bzw. eine negative Voreinstellung betreffend der Qualität von IP-Artikeln. 5. Am Ende werden auch korrekte Änderungen und Lemmas erst einmal eher negativ beurteilt oder gleich mit einem Löschantrag versehen. 6. Echte Autoren, also Nicht-Vandalen, finden sich dann in einer Löschdebatte wieder, die von einer generell negativen Grundhaltung bestimmt ist. 7. Auch die Admins entwicklen daraus den Glaubenssatz "Alle Änderungen und Artikel von IPs sind Vandalismus" Ich möchte nicht verallgemeinern aber auch ich habe schon derartige Glaubenssätze auf Grund wiederholter negativer Erfahrungen entwickelt. Ich denke, dass passiert jedem und ist vollkommen normal. Gerade deshalb ist es wichtig das Problem mit IPs offen zu diskutieren und diese Möglichkeit als IP Änderungen vorzunehmen neu zu Bewerten. Vielleicht passiert eine solche Diskussion ja auch innerhalb der WP. Leider sieht man davon nicht in der Aussendarstellung nicht viel. Und damit währen wir beim Thema Transparenz..... Fast alle Mitarbeiter des harten Kerns der Wikipedia haben damit angefangen, dass sie unangemeldet kleine Änderungen vorgenommen haben. Die niedrige Einstiegshürde ist das zentrale Erfolgsrezept des Projektes. Und die Beiträge von nicht-angemeldeten Nutzern sind im Schnitt wesentlich besser als ihr Ruf. Es wäre grundverkehrt, die Wikipedia in einen "closed-shop" umzuwandeln und die Beiträge unter IP abzuschalten. Kritiker von außer wissen in der Regel nicht, dass all diese Diskussionen schon vor langer Zeit und viel härter intern geführt wurden. Der Status Quo ist das Ergebnis vielfältiger Diskussionen, unendlicher Experimente und nicht zuletzt auch einiger erbitterter Streitigkeiten zwischen den unterschiedlichsten Personen, die nur eins gemeinsam haben: Sie arbeiten konstruktiv in und für die Wikipedia und haben ein Interesse am Erfolg des Projektes. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Fragen schon einmal und auch wesentlich härter intern diskutiert wurde. Offen ist ob die so gefundenen Lösungen für immer gültig sein müssen. Deine Antwort macht auf mich den Eindruck, dass die aktuellen Vorgaben durch einen recht schmerzhaften internen Prozess entwickelt wurde. Da ist es natürlich nicht besonders toll wenn irgendwelche User ohne Bezug zum Projekt-Backround daran herumkritisieren. Andererseits hat Wikipedia in der Wissensvermittlung eine so wichtige Rolle übernommen, dass Wikipedia/Wikimedia im eigenen Interesse einer Diskussion mit externen Kritikern stellen muss. Wikipedia ist für den Internetuser DIE erste Anlaufstelle für Recherche nach Google. Andererseits ist Wikipedia bei Wissenschaftlern nicht zitierfähig. Dies führt zu der unglücklichen Situation, dass die Experten, die wirklich was zu sagen hätten sich von WP abwenden. WP entwickelt sich damit Langfristig zu einer Sammlung von unverifizierten Halbwissen. Die Experten wenden sich aber wegen genau der oben angesprochenen intern in WM/WP getroffenen Entscheidungen ab. In der aktuellen Diskussion bin ich immer wieder über Aussagen von frustrierten Experten gestolpert, deren Fachwissen wegen angebl. Irrelevanz gelöscht bzw. sie sich in einer Diskussion mit WP:RK-Paragraphenreitern ohne fachlichen Hintergrund wiedergefunden haben. Ziel der WP:RK ist es die Qualität der Artikel in WP sicher zu stellen. Wegen der unzulänglichen Definition der Qualitätskriterien werden die eigenen Ziele demontiert. Die unzulängliche Definition der WP:RK führt dann auch zu der von mir genannten unnötigen Mehrbelastung der Admins. Geht doch mal einen Diskurs mit Universitäten ein. Wie müsste eine QS aussehen, die wissenschaftliches Zitieren aus WP ermöglicht? Die unsägliche Relevanzdiskussion könnte sich damit erledigt haben. Vor allem gäbe es einen wissenschaftlichen Konsens und WP hätte eine Idee für die eigene Entwicklung. Ich weiß gar nicht, was sich alle immer so am wissenschaftlichen Zitieren aufhängen. Eine Enzyklopädie, ganz gleich ob Wikipedia oder Brockhaus, kann ein Thema doch in der Regel gar nicht tief genug behandeln, um als wissenschaftliche Quelle überhaupt interessant zu sein. Es geht nicht um die Tiefe der Beschreibung, sondern darum ob der Text überghaupt zitierfähig ist. Einen Brockhaus kann ich, auch wenn dort nicht alles umfassend erklärt wird, als Quelle zitieren. Die Texte dort unterliegen definierten Prozessen zur Prüfung. Wikipedia hat entsprechenden Prozesse und ist deshalb nicht zitierfähig. Es stellt sich die Frage welches Ziel Wikiepdia verfolgt und wie die WP:RK diese dabei unterstützen. Möchte man betreffend Relevanz (und auch Zitierfähigkeit) einen 'Web-Brockhaus' erzeugen, dann sind die WP:RK der falsche Ansatz. Möchte man keinen 'Web-Brockhaus', dann hätte man eine allgemeine Informationssenke mit rein subjektiven 'Eingangskontrollen'. Dann auf die WP:RK so felsenfest zu beharren hätte nur den Sinn Speicherplatz zu sparen. Der Erfolg von WP hat inzwischen Fakten geschaffen:Otto-Normal-User nutzt Wikipedia als Wissensquelle ohne, dass die Inhalte in Wikipedia durch einen wissenschaftlichen Prozess verifiziert sind. Ich halte Wikipedia als Halbwissensquelle für gefährlich. Eben weil WP zu einem so wichtigen Informationsinstrument geworden ist sollte man die QS in Richtung 'Web-Brockhaus' entwickeln. >Einen Brockhaus kann ich, auch wenn dort nicht alles umfassend erklärt wird, als Quelle zitieren. Die Texte dort unterliegen definierten Prozessen zur Prüfung. Wikipedia hat entsprechenden Prozesse und ist deshalb nicht zitierfähig. Sorry ich wollte natürlich schreiben, dass WP keine wissenschaftlichen Prüfprozesse besitzt und deshalb NICHT zitierfähig ist. Die Frage nach der wissenschaftlichen Zitierfähigkeit und der Relevanz sind voneinander ziemlich unabhängig. Weder ist Relevanz für die WP notwendige noch hinreichende Bedingung für Zitierfähigkeit. Ebenso denke ich, dass die Frage der Zitierfähigkeit unabhängig ist von der nach der Verläßlichkeit für "Otto-Normal-User". Ich sehe da schon einen Zusammenhang. Zitierfähigkeit ist ja kein Selbstzweck, sondern soll vermeiden, dass wissenschaftlicher Unsinn verbreitet wird. Wenn ich mir ausserdem die Ziele von Kompass2020 ansehe, dann wird man um eine wissenschaftliche QS nicht herumkommen. Nehmen wir mal die folgende Ziele/Visionen: 5. Es ist selbstverständlich, dass der Gesetzgeber in bestimmten politischen Bereichen (wie z.B. Urheberrecht, Bildung, Wissen, Informationspolitik) den Verein als Experten konsultiert. 6. Jeder, der etwas wissen will, geht zu Wikimedia. 7. Wikimedia-Inhalte sind hochwertig, fundiert und unübertroffen. Ohne wissenschaftliche Validierung sehe ich keinen Weg, wie man sonst als Experte konusultiert oder fundierte Artikel veröffentlichen will. Den Punkt 5. sehe mit der aktuellen Regelung sehr kritisch. Aus den Diskussionen rund um die Relevanz-Problematik sind mir Aussagen aufgefallen, die symptomatisch für das Problem sind. Ich möchte eine Aussage mal als Beispiel heranziehen. Dort berichtet ein Rechtsanwalt, dass er Fehler in Lemmas betreffend juristischer Themen korrigieren wollte. Die ursprüngliche Aussage in WP war falsch. Seine Korrektur wurde zurückgeschrieben mit dem Hinweis auf fehlende Belege. Daraus folgt, in WP steht etwas falsches unbelegtes drin. Soweit so gut/schlecht. Investiert nun jemand Zeit in die Korrektur, so muss er gleich volle 100% Leisten (alle Belege aufführen) andernfalls bleibt die unbelegte Falschbehauptung in WP stehen. Wenn der Korrektor nun zwar recht hat aber keine Lust/Zeit für eine Belegsammlung, dann fällt das System wieder in den falschen Status zurück. Der Prozess funktioniert also nicht. Es kommt zu keiner Weiterentwicklung. Experten werden die Fehler sofort aufallen, einem Fachfremden nicht. Damit entwickelt sich eine 2.Klassen-Wissensgesellschaft. Nicht wie bisher, wo Experten was wissen und die anderen nicht, sondern dahingehend, dass auch die Nicht-Experten denken sie wüssten etwas, denn es steht ja in WP. Ein solches Halb- Falschwissen halte ich für sehr gefährlich und ggf. sogar manipulativ. Nur mit wissenschaftlicher Validierung der Inhalte kann dieses Problem gelöst werden. Die Zitierfähigkeit ist dabei ein 'unvermeidbares Abfallprodukt'. Die WP:RK haben ja das Ziel die Qualität der WP zu fördern. Meiner Meinung setzten sie aber am falschen Ende an. Zudem: die Probleme mit der Relevanz haben auch schon die bisherigen Lexikas gehabt. Auch hier musste über die Aufnahme entschieden werden. Es wäre ja mal interessant zu wissen, wie Brockhaus, Meyer usw. das gemacht haben. In der Gegenüberstellung könnte man evtl. auch besser argumentieren warum WP das anders macht. Und damit wären wir bei den WP:RK. Mit wissenschaftlich fundierten Regeln dürfte sich die Relevanz-Problematik in Luft auflösen. Für jeden Relevanten Artikel muss es einen wissenschaftlichen Grund geben. Je nach dem halt Physik, Chemie, Sozialwissenschaftl., Politikw. usw. Ein Chemiker dürfte nur nicht dem Sozwis reinreden oder umgekehrt. Es gab Zeiten, in denen jeder sein Wissen in die Wikipedia formlos einbringen konnte und damit das Projekt förderte. Diese Aufbau-Zeiten endeten für die deutschsprachige WP etwa 2005/06. Seitdem ist die Sicherung des Erreichten vor Vandalismus wichtiger geworden - nicht zuletzt durch Diskussionen über den Umgang mit Fehlinformationen in den Medien. Die logische Konsequenz ist es, dass die Belegpflicht für Änderungen sukzessive an Bedeutung gewonnen hat. Jemand kann sich noch so oft und lange als Rechtsanwalt vorstellen, wenn er es nicht hinbekommt, ein Lehrbuch, einen Kommentar, ein Urteil oder einen Fachaufsatz als Beleg für seine Änderung anzugeben, dann ist sein Beitrag nicht vertrauenswürdiger als der Status Quo. Unter Wikipedia:Hilfe wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, wie man in dem Beispiel schnell kompetente Hilfe bekommen kann. Das Portal:Recht in der deutschsprachigen Wikipedia versammelt juristischen Sachverstand quer durch alle Rechtsgebiete und die dort mitlesenden Mitarbeiter könnten bei einem Hinweis auf eine falsche Darstellung in der Regel innerhalb von Stunden, manchmal von Minuten einen Beleg recherchieren und den erkannten Fehler korrigieren. Meine Bedenken gehen eher dahin, dass es mit der versuchten Änderung durch den RA einen Hinweis auf einen möglichen bestehenden Fehler gibt, dies jedoch erst mal ohne weitere Folgen bleibt. Wenn nun der RA, aus welchen Gründen auch immer die Änderung nicht belegen will, haben wir doch immer noch einen eventuellen Fehler im Artikel. Der Verbesserungsprozess fällt also bei einer unvollständigen Korrektur ungeprüft in den eventuellen falschen Status zurück. Andere Leser werden über diesen Umstand nicht informiert. Das halte ich für bedenklich. Anstatt diese unbelegte - aber eventuell trotzdem richige- Korrektur für immer in den Orkus zu kippen wäre doch ein Hinweis "Es fehlen Belege bitte hilf WP...." sinnvoller. Wenn es im Laufe dieses Verbesserungsprozess dann heraustellt, dass die Änderung nonsense ist, dann kann man es ja immer noch rückgängig machen. Nur dann ist die Entscheidung für alle durch die dokumentierte - und hoffentlich fachliche- Diskussion transparent. Mit einer sofortigen Löschung der Änderung wird der wichtige Mechanismus zur Qualitätssteigerung der Artikel gleich zu Beginn abgeklemmt. Als weitere Idee könnte dann Portal:Recht solche Veränderungen tracken, die Diskussionen moderieren und eventuelle Änderungen durchsetzen. Vielleicht sind manche Fehler so trivial, dass es einem Experte einfach zu doof ist die Belege heranzuschleppen. Wenn dann über diese Änderung auch in Portal:Recht einvernehmen besteht, dann kann die Änderung ja auch ohne Belege vorgenommen werden. Ähnlich könnte es ja auch in anderen Themengebieten ablaufen. VWL ist da auch so ein Kandidat. Da sind sich ja noch nicht mal die Experten einig. Wie soll da ein Admin mit vielleicht etwas erweitertem fachlichem Grundwissen überhaupt die Belege/Quellen beurteilen können. Wenn man also z.B. in Portal:VWL einen Fachmann integrieren könnte, z.B. einen Uni-Prof, dann wären wir mit WP schon einen ganzen Schritt weiter an der gewünschten fachlichen Validierung der Artikel. Ein anderer Prof ist vlt. anderer Meinung und fängt im Portal dann an mit dem ersten zu Diskutieren. Wenn sich beide geeinigt haben könnte diese neue Entwicklung der aktuellen Forschung gleich in WP einfliessen. Die angesprochene Zitierfähigkeit ist dann auch nur noch ein paar Schritte entfernt. die Löschseite ist so das Kreativste, was die Deutschen in den letzten 50 Jahren zusammengebracht haben. Ansonsten sind sie auch noch Weltmeister darin, Minderheiten fertig zu machen. Lieber das erste, als das zweite. Aber ansonsten kapiere ich euer Problem nicht. Wenn Wikipedia sich zu schade ist und löscht, gibt es da nicht noch andere Quellen? Finde das eine sehr gute Stellungsnahme. Möchte nur kurz anmerken, das die Wikipedia ein Mentorenprogramm anbietet. Dieses ist aber nicht verpflichtend. Vielleicht würde es ja schon helfen, das Mentorenprogramm zur Verpflichtung für Neulinge zu machen. Ganz nebenbei wurden mir 1. Tag nach meiner Registrierung bei Wikipedia von einem x-beliebigem, scheinbar erfahrenem Wiki-User ein kleiner Baustein auf meine User-Diskussions-Seite gesetzt, was man bei der Wikipedia machen und was man lieber lassen sollte. Es wäre vielleicht eine Idee wert, wenn dieser Baustein grundsätzlich in die User-Seite eines Frischlings reinkommt, wo dieser sich direkt informieren kann, bevor er anfängt und seine Freizeit in verfasste Textstücke steckt, die hinterher wieder gelöscht werden. Die Relevanz Diskussion kann ich auch absolut nicht nachvollziehen. Ein kurzes Beispiel: Ich habe einen Artikel zu einem PC-Spiel geschrieben, der auf der Gamescom vorgestellt wurde und im Dezember veröffentlicht wird. Wurde gelöscht, man könne ja nicht für jedes x-beliebige Spiel einen Wiki Artikel erstellen. Da frage ich mich, was bei der englischen Wikipedia anders läuft. Da gibt es für viele Popsongs Artikel zu den einzelnen Songs. Solche Artikel hätten in der deutschen Wikipedia kaum eine Chance. Auf der anderen Seite habe ich einen weiteren Artikel verfasst über einen ziemlich unbedeutenden, aber regelmäßig in einer Serie auftretenden Nebendarsteller, also einen Schauspieler, verfasst. In dem Artikel steht eigentlich kaum was drin, trotzdem besteht dieser Artikel bis heute. Für mich war das erstellen des Artikels über den Schauspieler mehr ein Test. Ich wollte damit herausfinden, ob die Wikipedia-Löscher sich eigentlich an ihre eigenen Relevanzkriterien halten. Und ja das tun sie. Aber leider finde ich es unmöglich, dass da einfach ein Häufchen von Leuten festlegt, was relevant ist und was nicht. Es wäre schön, wenn sich die Relevanzkriterien diskutieren ließen. Dann würde ich vielleicht auch noch mal an der Wikipedia mitarbeiten. So aber bestimmt nicht. Das liegt zum Teil auch an der (unvermeidlichen) Struktur von Benutzergruppen, die eben verschedene Aufgaben erledigen, nicht alle schreiben selbst Artikel oder ziehen ihr Erfolgserlebnis/Selbstbestätigung über das Erstellen von Artikeln. Andere spezialisieren sich auf Fehlerkorrektur oder Vandalenjagd oder eben auch auf das Finden "nicht relevanter" Artikel, d.h. da definiert sich das Erfolgserlebnis unter Umständen über möglichst viele Löschungen. Entschuldige bitte, aber die Relevanzkriterien werden nicht von einem "Häufchen von Leuten" festgelegt sondern von der Gemeinschaft der stimmberechtigten Wikipedia-Nutzer. Es ist eben nicht so, dass es die Administratoren sind, die die Relevanzkriterien festlegen, sondern es sind die Benutzer, die die RK in Meinungsbildern festlegen, und die den Administratoren als Richtschnur bei Löschanträgen dienen. @Benni Bärmann: Deutschsprachige Wikipedia bitte ;-) Ich bin Anfang 2003 in Wikipedia eingestiegen, gehörte zur ersten kleinen Welle Admins aber Ende 2005 hab ich mich mit anderem Dingen gewidmet. Die Adminrechte hab ich erst letztens abgegeben, brauch's ja auch nimmer. Ich hab mich in meiner Zeit mit genug Leuten angelegt und viele Artikel gelöscht, ich erklär auch gern warum. Ich hab Verständnis wenn außenstehende die Community der dtspr. WP nicht verstehen, aber möchte bitte das gleiche auch andersrum verlange. Wir hatten schon recht früh den Grundkonsens dass wir nicht über alles und jeden schreiben wollen wie es in der englischsprachigen WP der Fall ist. Wir hatten ja auch ned die personellen Ressourcen dafür, heute immer noch nicht. In der en.wp hat man über alles geschrieben, in der de.wp schreiben wir an einer Enzyklopädie. Man darf ja nicht vergessen dass wir die erfolglose, sehr restriktive Vorstufe der en.wp nicht hatten. Für alles andere (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Was_Wikipedia_nicht_ist) sind ja andere Projekte wie das Wiktionary, Wikinews etc entstanden. Auch die StarTrek fans hab sich ihr eigenes Wiki aufgebaut und fahren damit wohl ganz gut. Die jetzige Diskussion die mit mogis anfing wird nicht viel ändern an der de.wp, davon bin ich überzeugt und ich find's auch ganz gut so. Man könnte sich natürlich eine Art Brutkasten für neue Artikel überlegen, eine Vorstufe zu den gesichteten Versionen. Bevor ich einen LA gestellt hab, hab ich immer drüber nachgedacht ob wir den Artikel in zehn Jahren immer noch haben, ob er dann immer noch von Interesse ist. Mein persönliches Beispiel, der SV Austria Salzburg wurde von Red Bull umgefärbt, Fans haben eine neue SV Austria Salzburg gegründet und wollten gleich zu anfang einen Artikel. da stießen die bei uns auf taube Ohren aber als der Verein dann im zwote Jahr das zwote Mal aufgestiegen war hab ich den Artikel wieder hergestellt. Hätte sich der Verein im zwoten Jahr aufgelöst dann wäre er nur ein kleiner Absatz im Artikel Red Bull Salzburg geworden, nicht mehr. Und bei mogis, die jetzt am Rande des Zensurgesetzes in den Medien waren muss man genauso langfristig denken. Die soziale Entwicklung der Wikipedia ist nicht verwunderlich. Kris, warum fanden wir denn aus Sicht des Usenets die WWW-Boards immer scheiße? Weil es letztlich Anziehungspunkt für die ganzen "ich schaff hier Ordnung"-Bürokraten ist. Wahrscheinlich ist das Verhalten sogar menschlich. Man sieht sich immer weiter über den Neulingen und selbige als Gefahr. Das Usenet erlaubt Zensur technisch nicht; WWW-Systeme haben diese Möglichkeit in der Regel eingebaut. Mit der Analyse "menschliches Verhalten als Ursache" und dem Willen, Bürokratismus, Platzhirschismus und Zensur wenig Raum zu geben muss man technische Systeme gleich so aufbauen, dass diese menschlichen Eigenschaften nicht ohne Hürden angewandt werden können. Mal ganz allgemein und ohne konkrete Lösungsideen :-) YEAH!!! STRIKE!!! Bitte konkrete Lösungsidee umsetzen und anbieten! Du triffst es haargenau - man kann zwar über die menschlichen Unzulänglichkeiten lange diskutieren, aber das interessante, was hier Programmierer machen können, ist dem etwas auf technischer Ebene entgegenzusetzen. Wenn wir den Leuten Waffen in die Hand geben, werden sie sich töten. Bauen wir Konzertsääle und instrumente, gibt es (vielleicht) gute Musik. Hierarchie-Abbau und Transparenz in Software-Systeme zu giessen ist möglich, also let´s do it! :) Danke. Ein Hoch auf die Verklärung! Lustig, an anderer Stelle schrieb ein Kommentator, die Usenet-Bürokraten, die den lieben langen Tag jeden anblufften, der keinen Realname (oder etwas das so aussah wie einer) oder gar einen "NOSPAM"-Zusatz in der E-Mail-Adresse verwendete, nun in die Wikipedia gewechselt seien... Vermutlich hielt der wiederum die englischsprachige Wikipedia für den Hort der Glückseligkeit :-) Ohja, ein Hoch auf die Verklärung! Na klar, auch im Usenet gibt es verschiedene Strömungen. Dazu gilt es festzustellen: a) Ich kann hier natürlich kein vollständiges Bild geben b) Relevant ist nur dasr :-) Ein Lexikon ist nicht Usenet, und es ist der Sinn eines Lexikons, zu ordnen, also in diesem Fall Wissen zu ordnen und zu dokumentieren. Auch Belege zu verlangen, also auf Einzelnachweisen zu bestehen, ist sicher sinnvoll. Aber in seiner Kommunikation als einzige Antwort die Entwertung der Arbeit des anderen, also die Löschung zu haben, ist nicht sinnvoll. Das sollte immer der letzte Schritt sein und er sollte sehr viel vorsichtiger angewendet werden als dies derzeit der Fall ist. Damit machst du es dir - und den anderen Diskussionsteilnehmern - etwas zu einfach. Löschdiskussionen sind eine Gelegenheit, die Aufmerksamkeit auf einen als unbefriedigend angesehenen Artikel lenkt. Viel Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit kann man am besten dafür verwenden, den Artikel zu verbessern. Die zweitbeste Strategie ist es in der Löschdiskussion Argumente anzuführen, warum der Artikel (so) bleiben soll. Sich in Blogs über die bösen Löschadmins auszuheulen, kommt nicht mal in die TOP 10. Nochmal in deutlich: Löschdiskussionen sind keine schwarz-weiß-Entscheidungen, sondern es besteht eine Woche Zeit, um den fraglichen Artikel selbst zu verbessern oder seine Bedeutung darzustellen. was mir jedenfalls beim Betrachten der Löschdiskussionen augefallen ist: es klang irgendwie .. sehr ähnlich zu Diskussionen in dana um das "Abräumen" von Newsgroups in de.alt.* die man - nach den Kriterien der dana-Mitglieder - nicht mehr braucht. Ich hab mir das vor einer Weile - vermutlich weil mir grad fad war - eine Weile angeschaut, und das war auch jedesmal gleich. Ein Löschantrag für eine Gruppe wurde gestellt, die Noch-Nutzer der Gruppe tauchten in dana auf und wollten sich wehren, dagegen argumentieren, und so ziemlich alles was sie sagten wurde mit ein-Wort-slang Antworten beantwortet. "Irrelevantes Argument weil ". Da kam sehr oft Wut bei den so behandelten auf, was deren Argumente natürlich gleich noch viel irrelevanter machte. "Sockenpuppe" in der deutschen Wikipedia ist somit die Entsprechung zu "Fuchsschwanzgruppe" in dana. Ganz gross, im Web die Dysfunktionalität des Usenet nachgebaut ;) Ein wirklich sehr konstruktiver Artikel. Ich muss noch darüber nachdenken ob ich grundlegend der selben Meinung bin, dass man Wikipedia durch verweigerte Spenden auch die Chance auf Weiterentwicklung nimmt, aber grade die Kritik an der (eigentlich nicht vorhandenen) Wiki-Community-Struktur ist auch für einen Außenstehenden (wie mich) sehr gut verständlich und nachzuvollziehen ! Danke für den Artikel. Diemen "Meist bekommt man das nicht sofort, sondern durchläuft eine Art Probezeit" Jetzt stell Dir mal vor: genau das ist es, was die Wikipedia als "gesichtete Versionen" schon längst eingeführt hat. Auch die so genannten "Admins" sind genau solche Nutzer: welche, die eine längere Probezeit durchlaufen haben. Nicht mehr, nicht weniger. Zur Löschliste. Ich hab mit den ersten Artikel darin, der mit "Unsinn" gelöscht wurde, angesehen. Der Artikel bestand aus genau einem Wort: "stinkt". Ja klar, der Autor dieses Kleinods war natürlich ein extrem vielversprechender User, dem man zur Hand gehen sollte. Das Problem bei den Vergleichen von allerlei Communities mit der Wikipedia ist die schiere Größe. Die Wikimediaserver verzeichnen sekündlich zigtausende Lesezugriffe, und in der letzten Minute wurden 48 Änderungen allein in der de.wikipedia gespeichert. Das ist schlicht nicht mit einer überschaubaren Softwarecommunity zu vergleichen, die weder pubertierende Schüler noch alte Querulanten magisch anzieht. Eine exzellente Kritik, die mir aus tiefstem Herzen spricht. Danke. Ein leidgeprüfter ehemaliger Wikipedianer, von dem mehrere exakt recherchierte und belegte Artikel gelöscht wurden, weil sie politisch nicht "korrekt" waren. Würde die de:Wikipedia soviel Wert auf Einhaltung der vorhandenen Löschregeln (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:LR) geben, wie auf die vermeintlich Relevanzkriterien, wäre schon Vielen geholfen. Scheint wohl zu aufwendig... Auch auf die Gefahr hin ähnliches in den Kommentaren überlesen zu haben: Kann es sein das auch dieser Stelle der fundamentale Unterschied zwischen Aufbau- und Erhaltungsstruktur nicht sonderlich heraus gearbeitet wurde? Dies bei der sonst sicher grundsätzlich zutreffenden Analysen u.U. nicht einmal als relevant bemerkt wurde? Dabei ist gerade dieser Unterschied derart umfangreich wie das Projekt/die Projektvision groß ist. Nur wird dieser in der nahezu absoluten Mehrzahl aller Fälle wenig bis nicht berücksichtigt. In allen Teilen unserer Strukturen sozial/politisch/ökonomisch können wir exakt dies immer wieder beobachten: - Ein Verein wird z.B. von 30 Personen mit 4 Funktionsstellen und 4 Vertretern gegründet. Niemand geht bei der Satzungsstellung davon aus, dass sich an irgend einer Stelle der Existenz dieses Vereins einmal nicht genügend Personen finden können (unerheblich von der Menge der Mitglieder), um die genannten Stellen zu besetzen. Und dennoch geschieht dies gerade jetzt vermutlich hundertfach (bei mehreren Millionen Vereinen sehr wahrscheinlich). - Eine Baugenossenschaft gründet sich mit 100 Mitgliedern und dem Ziel für alle Mitglieder günstigen Wohnraum zu schaffen, ohne die Gewinnmaximierung in das Zentrum des Interesses zu setzen. Im Laufe der Jahre kommen immer Mehr Mitglieder dazu, weil das Konzept funktioniert. Diese Mitglieder müssen jedoch verwaltet werden. Nicht alle sind lieb. Manche bauen gewaltigen Mist und berappen nicht einmal die günstigere Miete. Eine Inkasso muss vorgenommen u./o. dies delegiert werden. Immer weitere Kosten entstehen durch massloses Wachstum. Und irgend wann kommt der Punkt ab dem an diese edle Genossenschaft gewinnoptimiert werden muss, damit sie nicht an ihren solchermaßen steigenden Kosten zu Grunde geht. Zack: Gewinnmaximierung. Das System wurde nicht rechtzeitig transformiert... Solche Bsp. gibt es tausendfach. Die Wikipedia/Wikimedia ist nur eines davon. Letztlich mal den Feuerfuchs aufgemacht? Der war mal richtig schlank, unabhängig und zackig... Gelernt werden sollte: Die Masse der Artikel sind eingepflegt und grundsätzlich durchschnittlich befriedigend. Die Einstellungsquote muss ohnehin zwangsweise zum erliegen kommen. Ergo müssen z.B. Administratoren gesucht und gefunden werden die bereit sind zu pflegen und nicht neu einzustellen. Dies jedoch setzt etwas voraus was wir auch in der Gesellschaft kaum noch zu schätzen wissen: Das Wissen der Alten. Und alt bedeutet heute offensichtlich 45+. Um zukünftiges planen bzw. zu erreichen, muss ich gegenwärtiges mit vergangenem vergleichen können. Gruß Einen Account zu wimipedia habe ich auch. Ich habe auch schon ein paar Bilder eingestellt. Aber Text? Da sieht man solche Foren, da wird diskutiert wie bei den dumpfen Foren von heiße und golem und der Ton ist einfach arrogant, so arrogant als müsse man meinen man hätte eine Professur wenn man "admin" ist bei wiki. Ich habe mich damit nicht auch weiter beschäftigt. Das war mir alles zu umständlich und zeitintensiv. Nicht einfach nur zeitintensiv sondern aus dem Grund, daß man evtl. etwas dazu beiträgt und das dann kaputtgetrollt wird. Also beleidigen lassen will man sich ja auch nicht von so einem "Projekt" ich habe anderes zu tun. Die Zeit und Mühe wäre einfach verloren. Das bremst viele Leute, habe ich mir sagen lassen. Der Umgangston macht den Rest Ich bin hier nur Gelegenheitsleser (1x die Woche oder so), deswegn mag mir etwas entgangen sein. Der Autor dieses Blogs schreibt immer wieder lange Beiträge zum Thema Wikipedia. In welchem Verhältnis steht der Artikelschreiber eigentlich zur Wikipedia? Der Autor steht mit WP im gleichem Verhältnis wie die restliche Netzöffentlichkeit. Wenn WP in der Wissensvermittlung in D irrelevant wäre, dann gäbe es auch keinen Anlass darüber zu schreiben. Wikipedia geht uns aber alle an. Wenn sich fast jeder Schüler in D bei Aufsätzen auf WP beruft, dann muss sich WP einem offenen Diskurs stellen. Habe meinen Kommentar hier gepostet: http://soup.virtual-void.net/post/34555836/Communitygift Ein großes Problem ist auch das die Armins nicht besser bzw neutral sind, ich war mal Admin in ner Community und Waere nie auf die Idee gekommen in ner usersperrung das Wort protofaschist zu benutzen, egal was fuer einen Deppen ich kicke , einfach neutral begruenden und weg, die Aussage muss sein es geht um die regeln nicht drum Ob ich dich mag oder nicht...gleichzeitig muessen Regeln klar durchgesetzt werden...wenn einige poebeln duerfen und andere nicht dann gibt's halt nen Knall irgendwann ...Ungerechtigkeit kommt halt unangenehm, deswegen auch der ip Aufstand ...man muss Artikel in randbereichen wo nicht alle verstehen geradezu bewachen sonst geht man mal weg und weg sind sie Da hat wohl jemand nicht verstanden was "open source" bedeutet. Bei der Wikipedia ist jeder für das Niveau dieser Community selbst verantwortlich, so muss es sein. Wer das nicht bringt brauch dann keine Frustbeiträge verfassen. Er gehört im Prinzip nur zu denen, die den Esprit dieser Bewegung zerstören, weil sie mit der Eigenverantwortung nichts anfangen können die einem Wikipedia einräumt. Und das soll die Schwäche der Wikipedia sein? Wer sich halbwegs in Sachen Erstellung der Wikipedia auskennt, weiß, dass viele IPs von Universitäten kommen und oft Hochkarätiges zu bieten haben. Dann genießen sie hohen Respekt. Auf Diskussionsseiten genießen IPs gelegentlich deutlich weniger Respekt, vor allem wenn sie ganz ohne Sachkenntnis sind oder ihre Meinungsäußerung nicht kennzeichnen, so dass man (ohne in der Versionsgeschichte nachzusehen) nicht erkennen kann, von wem der betreffende Beitrag ist. Kommentar schreiben
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Impressum© Copyright 2003-2010 Kristian Köhntopp Jegliche Reproduktion und Wiederverwertung nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors. SucheLinksKommentareMo, 06.09.2010 11:31
Wenn man den Internet-APNlöscht, geht auch nichtsonline. Man bekommt auch [...]
Jens Brey zu Schöner Wohnen im 21. Jahrhundert
So, 05.09.2010 13:26
Hmmmm... was ich bis jetzt zu10Base-T gelesen habe hörtesich alles so an wie [...]
So, 05.09.2010 09:42
Jaja.. Iso machts richtig. Binzu Hause auch gerade am Kabellegen. CAT7 [...]
Sa, 04.09.2010 23:19
Hm,
"offline ist so ähnlich wietot sein, nur langweiliger -featured by [...]
Getaggte Artikel überwachung abmahnung admin agile amazon amok amsterdam anderswo android apache aphorismus apple architektur asus audio ausflug authentication auto büro bahn benchmark berlin beruf betriebssysteme bewerbung bielefeld biometrie blog browser buch buffy c ccc certification character set chili cluster comic commodore community compiler computer conference consulting copyright couchdb creative commons cthulhu damals dateisysteme datenbanken datenschutz debug dedicated server demail demonstration design deutschland development dialer dienstag distributed computing domain name system drbd drsrm dtb eisenbahn elena energie enterprise essen europa föhr ferenghi film firefox flash flattr flickr flug fotografie free software funny fussball gadgets gaming geekstuff geld gesundheitskarte gez git google grusel guug hack hamburg hardware hash hochverfuegbarkeit home hotel htc ibm identity idioten image instant messaging internet ipv6 irc jahreszeiten jobs jugendschutz kaffee kamera karlsruhe katze kde Kiel kieler woche kirche klima konsum krieg kryptographie kultur leistungsschutzrecht lhc linkdump linux linuxtag liquid lizenz maatkit mac os mail management mathematik media meme message queue microsoft mobiltelefon mode monitoring musical musik mysql network netzneutralität nokia nosql ohren on the road oracle party patent payment performance perl personalausweis php physik piraten planet politik presse print privacy qt radio realität recht regulierung reisen religion replication rezepte rfc roleplay routing rss s9y salzburg sammy scaleout schokolade schulung scifi scrum security segeln service shell shirt shopping skurril skype social networking software solaris spam sport sprache sql sqlite star trek star wars storage strand street view strom stross stuttgart suche sun support technik telefon telekom terror trackback transparenz travel tv twitter umlaut umts umwelt umzug united internet unix urlaub usability usenet vampir verkehr versionsverwaltung video virtual virus vista voip waffen wahl wave web weltraum werbung whisky wiki wikileaks wikipedia wirrniss wirtschaft wissenschaft wlan work xing youtube zeitungen zensur zombiesKategorien
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This post was mentioned on Twitter by isotopp: blog http://bit.ly/4jKhiM Communitygift #wikipedia
Aufgenommen: Nov 11, 20:30
Aufgenommen: Nov 11, 23:08
Kristian zeigt in seinem Blog anhand der aktuellen Probleme der Wikipedia, was so alles in sich eigentlich als offen für Neulinge verstehenden Gruppen schiefgehen kann, und wie man es besser machen könnte. Es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen - auch wen
Aufgenommen: Nov 11, 23:19
Die beste Analyse zum Wikipedia-Dilemma, die ich bisher gelesen habe: http://blog.koehntopp.de/archives/2675-Communitygift.html (via Fefe)
Aufgenommen: Nov 11, 23:26
Aufgenommen: Nov 12, 01:05
Genau das habe ich mich ja immer schon selbst gefragt. Mich interessiert nicht, wie es technisch geht, denn die ganzen Editorfunktionen waren mir schon von kleinen Verbesserungsarbeiten und Erweiterungsarbeiten, die ich an anderen Einträgen vorgenommen...
Aufgenommen: Nov 12, 01:06
Kluger Artikel von @isotopp über Communitygift bei #Wikipedia http://blog.koehntopp.de/archives/2675-Communitygift.html
Aufgenommen: Nov 12, 01:36
Communitygift (umfangreiches kritisches Blogposting über den aktuellen Zustand der Wikipedia von Isotopp): http://bit.ly/3KjxxZ
Aufgenommen: Nov 12, 06:22
Aufgenommen: Nov 12, 09:01
Wenn man sich die Entwicklung rund im die momentane Löschdiskussion in der Wikipedia anguckt, mag man zu der Meinung kommen, das dort die Zukunft der deutschen Wikipedia als Community und als relevantes Medium aufs Spiel gesetzt wird. Warum? Das formulie
Aufgenommen: Nov 12, 10:20
Während ich mir in Communitygift einmal angesehen habe, warum Wikipedia nicht funktioniert, wenn sie nicht funktioniert, findet man bei Helge Städtler einen wunderbaren Beitrag mit dem Titel Ein Eintrag in der Enzyklopädie Wikipedia: Wie geht das eigentli
Aufgenommen: Nov 12, 12:48
nochmal zum nachdenken für "gestandene wikipedaner" http://blog.koehntopp.de/archives/2675-Communitygift.html !wikipedia !de #community
Aufgenommen: Nov 12, 13:19
Kris hat gestern äusserst treffend das Problem der Wikipedia analysiert und kommt zu dem Schluss, dass die mangelnde Integration von Neulingen das Grundproblem der Wikipedia ist. Aber lest bitte selbst, es lohnt sich! "Kommunikationstechnisch läuft al
Aufgenommen: Nov 12, 13:26
Kluger Artikel von @isotopp über Communitygift bei #Wikipedia http://blog.koehntopp.de/archives/2675-Communitygift.html (RD @maha)
Aufgenommen: Nov 12, 13:38
Aufgenommen: Nov 12, 15:26
Aufgenommen: Nov 12, 15:50
Aufgenommen: Nov 12, 16:00
"Im Fortgang der Diskussion gewann ich immer mehr den Eindruck, da? die Wikipedia eigentlich ein tieferliegendes strukturelles Problem hat: Sie ist schrittweise hermetisch geworden und sie kommuniziert destruktiv."
Aufgenommen: Nov 12, 16:11
Zwei Blogbeiträge zur Wikipedia will ich noch hervorheben. Metronaut will ein „Bündnis für eine offene Enzyklopädie“ schaffen, mit dem entweder die Wikipedia reformiert oder ein neues Projekt geschaffen wird. Im Blogbeitrag Communitygi...
Aufgenommen: Nov 12, 18:32
Ich habe eben für die heutige Trackback-Sendung im Fritz ein Interview zu dem Communitygift-Artikel gegeben. Mal sehen, ob es nachher einen Mitschnitt gibt, den ich verlinken kann, den Lifestream gibt es jedenfalls.
Aufgenommen: Nov 12, 20:12
Wikipedia ist und bleibt eine Missgeburt. Das Problem ist wie in der Politik nicht das Personal sondern das System. Wenn jetzt mal wieder laut über die Lösch-Orgien dort geklagt wird, frag ich mich wo diejenigen die letzten 6 Jahre waren. Die Lösch-Adm...
Aufgenommen: Nov 12, 20:32
Aufgenommen: Nov 12, 21:06
Aufgenommen: Nov 12, 23:07
Aufgenommen: Nov 13, 00:00
Aufgenommen: Nov 13, 06:30
Aufgenommen: Nov 13, 09:35
Seit nunmehr fast einem Monat geht die Debatte um die Wikipedia hin- und her. Ursache war die Löschung des Wikipedia-Eintrags von MOGiS mit - vorsichtig gesprochen - strittiger Begründung, die von fefe kritisiert wurde. Es gab Aufruhr, zum Teil fiel heft
Aufgenommen: Nov 13, 11:51
Ich schrieb in Der alljährliche Wikimedia-Spendenaufruf: Bitte seht davon ab, die Spende mit einer Zweckbindung "für ..." zu versehen. Das macht der Vereinsbuchhaltung bei Wikipedia geradezu unglaubliche Arbeit. Danke sehr! Daraufhin fragte Thomas: Ui, is
Aufgenommen: Nov 13, 12:17
Der Streit zwischen Inkludisten und Exkludisten der Wikipedia ist ? Stichwort: MOGIS ? mal wieder aufs heftigste entbrannt und schlägt diesmal (überraschend?) hohe Wellen. Leider kann ich mich da aktuell nicht im Detail drum kümmern, möchte aber (für spät
Aufgenommen: Nov 13, 12:53
Aufgenommen: Nov 14, 00:01
Aufgenommen: Nov 14, 11:36
Aufgenommen: Nov 14, 13:14
Aufgenommen: Nov 14, 18:01
Aufgenommen: Nov 14, 21:01
Aufgenommen: Nov 16, 22:39
Aufgenommen: Nov 18, 10:35
Ein Aikido-Lehrgang. Der Lehrer lässt uns eine Form von shiho nage üben. Mein Partner kommt auf mich zu, greift meine Handgelenke. Meine Hüfte sackt, dreht sich ein wenig, Arme und Beine setzen den Impuls um. Als der Angriff zustande kommt, befinde ich mi
Aufgenommen: Nov 20, 11:52
Ich huste mir daheim zwar einen ab, aber es handelt sich nur um die geräuschvollen Nachwirkungen eines gewöhnlichen viralen Infektes, und nicht um irgendein H?N?. Das ist gut. Trotz Rotz und Keuch habe ich dem Jochen Reinecke von der Frankfurter Allgemein
Aufgenommen: Nov 22, 14:44
Aufgenommen: Nov 30, 21:31