Freitag, 3. September 2010
Als ich nach hier umzog lag in der Wohnung kein richtiges Netz und einen Server hatte ich auch nicht. Den Server habe ich nun, fehlt noch ein Plan, um die Netzwerkinfrastruktur drumrum in das 21. Jahrhundert zu befördern. Denn die Ad-Hoc Verkabelung, die ich beim Einzug in mein Arbeitszimmer geworfen habe um überhaupt arbeitsfähig zu sein ist unschön und auch wenig professionell - funktioniert aber unerwartet problemlos.
Der Plan sieht nun zur Verbesserung der Internet-Infrastruktur in der Wohnung die Installation von wenigstens zwei Ports pro Zimmer vor, dazu kommen noch zwei Ports und Strom auf dem Balkon. Um den WAF der Aktion zu erhöhen muß auch die Klingelanlage nach den Spezifikationen der Frau aktualisiert werden und Strom und Licht im Keller auf Stand gebracht werden.
Auf dem (jetzt bald ehemaligen) Kartonboden im Flur soll ein 19" Mini-Rack entstehen, das über ein Patchpanel die Einrichtung der Ports für Telefonie oder Netz erlauben wird. Dort soll auch der Server sein Heim finden, sowie eine noch zu beschaffende Telefonanlage.
"Schöner Wohnen im 21. Jahrhundert" vollständig lesen
Dienstag, 31. August 2010
O2o ist eine feine Sache - ein Vertrag mit variablen Kosten und einer Kostenobergrenze. Ein Nokia 6700 slide ist auch eine feine Sache - ein schickes Frauentelefon mit einer guten Kamera.
Aus irgendeinem Grund geht das 6700 slide jedoch jede Stunde für gut 8KB online. Dabei spielt es im O2-Netz nach meinem Experimenten jedoch keine Rolle, welchen Namen man als APN einträgt und ein Benutzername und ein Paßwort wird auch nicht abgefragt. Dazu sendet das Netz auch noch spontan Konfigurationsnachrichten oder das Telefon fragt Zugangspunkt-Konfigurationen ab, die wieder APNs eintragen, wenn man sie alle gelöscht hat.
Dabei haben wir für diesen Vertrag O2 jetzt einmal einen Brief geschrieben, in denen wir sie bitten, Internet-Zugriff für dieses Telefon dauerhaft und sicher abzuschalten.
Die Frage, wie man diesem Telefon Internetzugriffe technisch auf der Kundenseite dauerhaft abgewöhnt bleibt offen.
Was sind Eure Erfahrungen auf diesem Gebiet und welche Vorgehensweise empfehlt ihr?
Update: Auf der Basis unseres Schreibens hat O2 die Internet-Funktionalität für diesen Vertrag gesperrt und erstattet die aufgelaufenen Onlinekosten, allerdings als Gutschrift. Der Fall ist wohl häufiger aufgetreten und es existiert ein Standardprozeß bei O2 für diese Situation, auch wenn O2 damit nach außen nicht gerade wirbt... :-)
Samstag, 28. August 2010
Nachdem wir am 23. Dezember letztes Jahr geheiratet haben, um das noch in 2009 und vor der Geburt des Kindes zu erledigen, stand noch die 'richtige' Feier aus.
Das ist nun auch erledigt: Motto-Hochzeitsparty "1889". Sieht dann so aus:
Die Gäste finden mehr Bilder an der auf der Einladung bezeichneten Stelle, mehr Bilder und Kontext auch bei Arge Zeiten.
"Die Feier zur Hochzeit" vollständig lesen
Sonntag, 22. August 2010
Meine Firma verwendet SAP. Zum Glück habe ich damit nicht viel zu tun, außer um meine Beurteilungen abzusegnen und Urlaub zu beantragen. Das heißt, ich verwende SAP maximal 3 mal im Jahr. Bis vor kurzem hatte unser SAP keine LDAP-Anbindung. Ich hatte also ein SAP-Login, das von meinem Firmen-Login verschieden war und auch ein anderes Paßwort hatte. Da ich nur so ca. 3 Mal im Jahr ins SAP muß, ist das Paßwort unweigerlich abgelaufen, wenn ich mich in das SAP einloggen will.
Jeder Urlaubsantrag begann also mit einem Call an den SAP Helpdesk mit der Bitte, das Paßwort zurücksetzen zu lassen.
An das SAP komme ich als Heimarbeiter nur per VPN. Das VPN, ein unsagbares Juniper-Applet, funktioniert nur in Windows. Das SAP auch, denn es funktioniert zum Glück nur mit einer veralteten Version von Internet Explorer. Ich muß also eine VMware starten. Für alle anderen Dienste, die mit meinem Job zu tun habe, komme ich um das Applet herum, nur zum Urlaub beantragen muß ich in die VMware.
"Warum ich Urlaub brauche" vollständig lesen
Freitag, 20. August 2010
Christian Heller trollt bei Carta in Weder Löschen noch Sperren: "Löschen statt sperren" war von Anfang an eine absurde Parole für eine Anti-Zensur-Bewegung. Sich dabei mit dem Kampf gegen Kinderpornografie zu arrangieren, war ein vielleicht notwendiger, aber gefährlicher Kompromiss. Dieser Kampf ist nämlich unersättlich und letztlich nicht kontrollierbar.
Thomas Stadler antwortet, greift aber auch noch zu kurz.
Mein Kommentar, der sonst im Google Reader verschimmeln würde, hier redigiert:
""Weder Löschen noch Sperren"" vollständig lesen
Donnerstag, 19. August 2010
In Kennzeichen Digital beim ZDF schreibt Mario Sixtus einen ganz wunderbaren Text über die ganze Google Streetview Hysterie. Kernpunkt: Ein interessanter Effekt des Netzes ist es, theoretische Rechte in praktische zu verwandeln. Das allgemeine Grundrecht auf freie Meinungsäußerung machte sich beispielsweise in der Pre-Netz-Ära sehr hübsch im Grundgesetz und in Sonntagsreden. Abgesehen von Flugblättern, Leserbriefen und Stammtischansprachen hatte der gemeine Bürger allerdings kaum eine Möglichkeit, von diesem Recht Gebrauch zu machen. Das Netz hat nun dieses theoretische Recht in ein praktisches verwandelt. Dies finden die publizistischen Eliten von gestern zwar immer noch nicht sonderlich toll, und sie reagieren meist noch ziemlich zickig auf die Neuankömmlinge aus der Blog-Fraktion, aber kein echter Demokrat würde letzteren ernsthaft die Netz-gegebene Möglichkeit streitig machen, ihr Grundrecht auf Meinungsäußerung nun endlich auszuüben.
Mit dem öffentlichen Raum verhält es sich ähnlich. Sich frei durch Straßen und über Plätze zu bewegen ist unser aller gutes Recht und dazu gehört auch, die darumstehenden Gebäude anzuschauen. Wem das nicht passt, der kann sein Haus mit einem hohen Zaun oder einer Mauer umgeben.
Den ganzen Text gibt es hier. Ergänzend dazu auch der Artikel Es gibt kein analoges Leben im Digitalen von Michael Seemann, der erklärt, warum die alten Leute mit Kugelschreibern auf Streetview so heftig reagieren, und wieso das im Grunde egal ist. Mir ist bewusst, dass der gesellschaftliche Diskurs hier erst am Anfang steht. Aber gestern standen wir noch davor. Der Kontrollverlust ist heute im Mainstream angekommen. Willkommen in unserer Welt.
Timo Harder fragt mich: Ich suche für ein Projekt von EADS in Saudi Arabien (1-2 Jahre) einen Oracle Programmierer. Gerne würden wir da auch Studenten nehmen, die mal Auslandserfahrung sammeln wollen und fit im Progammieren von Oracle sind. Ein sauberes Führungszeugnis ist Vorraussetzung, gehalttechnisch bewegt sich das ganze zwischen 4.000 und 5.000 Euro / Monat.
Bei Interesse bitte eine Mail an: docsteel@docsteel.de
Ich habe letztes Jahr hier und hier ja schon mal was über "intelligente" Stromzähler geschrieben, zu deren Einbau wir ja nun alle verpflichtet sind, wenn wir renovieren oder neu bauen.
Das Thema rollt nun auch langsam in das Licht der Öffentlichkeit, etwa schreibt der Spiegel in Teure Ersparnis: Das Sparpotential des intelligenten Stromnetzes werde "enorm überschätzt", resümiert Energieberater Klafka. Zuweilen verursache ein intelligenter Zähler sogar erst mal zusätzlichen Stromverbrauch, weil die Tarifdaten rund um die Uhr übertragen werden müssen. Eine dazu nötige permanente DSL-Verbindung verschlingt pro Jahr rund 131 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein moderner Kühlschrank benötigt weniger als 100.
Dagegen steht eine potentielle Ersparnis, die wahrscheinlich potentiell bleibt: Es ist nämlich nicht damit getan, den Stromverbrauch nur um Minuten zu verschieben, selbst einige Stunden reichen oft nicht aus. Die Intervalle von windstillen Phasen beispielsweise erstrecken sich manchmal über 36 bis 48 Stunden. Diese Spanne überfordert selbst den geduldigsten Verbraucher.
Noch gar nicht thematisiert werden die Sicherheitsaspekte der Zähler, das wird erst nach der ersten großen Katastrophe der Fall sein.
Nachtrag: Jemand fragte: "Warum messen die Versorger eigentlich nicht an den letzten Umspannstationen vor dem Kunden?" Das würde für die Lastplanung wahrscheinlich mehr Sinn haben - weniger Meßpunkte und daher mehr Etat für sinnvolle Sicherheitsmaßnahmen notwendig, der Meßpunkt unter Kontrolle des Systembetreibers und auch keine Privacy-Issues, die man diskutieren müßte. Ein Intelligenter Stromzähler beim Kunden ist dann aus Sicht des Netzbetreibers natürlich weitgehend überflüssig.
Nachtrag 2: Wir haben das eben noch mal weiter diskutiert, und uns gefragt, für wen diese Daten denn sinnvoll sind. Für den Bewohner eines Haushaltes eher nicht - die meisten der mitredenden Geeks hätten solche Daten schon gerne, aber mit besserer Auflösung, also pro Zimmer, Sicherung oder Gerät runter gebrochen.
Für den Energieversorger ist es sicherer und besser, das an der Umspannstation zu messen und diese Daten zur Bedarfssteuerung zu verwenden, zumal die Fernauslesung dieser Geräte sowieso optional ist.
Sinn haben Intelligente Stromzähler nur, weil sie mit dem Abrechnungspunkt zusammen fallen und pro Abrechnungspunkt ein anderer Stromanbieter gewählt werden kann. Das heißt, mit den Daten von einem Intelligenten Zähler wird vor allen Dingen die Abrechnung der Stromanbieter untereinander schneller und genauer und damit die Liquidität im Strommarkt verbessert. Einen direkten wirtschaftlichen Nutzen hat das Ganze also eher nicht, sondern die Aktion dient eher nur Markt-Ermöglichung und -Beschleunigung.
Mittwoch, 18. August 2010
In diesem Kommentar versprach ich: Für den von Dir genannten Sonderfall der Filialsysteme habe ich noch einen deutschen Artikel in der Warteschlange, ich muß nur Zeit finden ihn zu schreiben.
Normalerweise sieht MySQL Replikation so aus:
"Verteilte Datenbanken: Der Sonderfall Filialsysteme" vollständig lesen
Die ferne Zukunft. Teile der Menschheit leben postphysikalisch als Uploads, andere haben sich mehr oder weniger genetisch aufgerüstet oder ihre Körper mit Nanotechnik angereichert. Sterben muß niemand mehr, und Not leiden oder gar hart arbeiten auch nicht, außer er wählt dies als Lebensstil. Im Zentrum der Galaxis liegt ein gigantisches Schwarzes Loch, The Void. Der Astrophysiker Inigo beginnt, Szenen aus dem Leben von Edeard zu träumen, einem Menschen, der offenbar im Mikrouniversum im Inneren der Void lebt - ein bemerkenswertes Universum, denn offenbar kann man dort mit dem Geist Einfluß auf die Materie nehmen.
Die Inigos Träume von Edeard werden die Grundlage einer Religion, Living Dream, und ein Trek von Menschen macht sich auf, um zu versuchen, in die Void zu gelangen. Doch das wird das energetische Gleichgewicht zwischen den Universen ins Wanken bringen und die Void wird anfangen, sich auszubreiten.
Schon in The Reality Dysfunction und den Folgebänden ging es Peter Hamilton um eine spirituelle Komponente des Menschen im Angesicht transhumanistischer Ideen und der Singularität. In der Void Trilogie, deren erster Band The Dreaming Void ist, greift er diesen Gedanken wieder auf.
Aus irgendeinem Grund, den Hamilton nicht richtig deutlich zu machen versteht, ist das Void-Universum für die Anhänger von Living Dream attraktiver als die Welt in der sie leben - dabei unterscheiden sie sich in den Fähigkeiten ihrer aufgerüsteten Existenz in keinster Weise von der Welt, die Inigo dort erträumt. Doch in ihrem Streben dort hin zu gelangen werden sie vermutlich die Existenz des hiesigen Universums und der Personen, die dem Traum nicht folgen wollen beenden. Dieser Konflikt ist die Basis der Geschichte, doch da sich die Motivation dieses Konflikts für mich nicht glaubhaft verankern läßt, bleibt eine interessant verschachtelt erzählte Geschichte, die für mich jedoch in keiner Weise anrührend ist und mich am Ende leicht frustriert zurückläßt.
The Dreaming Void, Peter F. Hamilton, EUR 6.50, 608 Seiten. The Temporal Void, Peter F. Hamilton, EUR 5.80, 672 Seiten.
Dienstag, 17. August 2010
Lalufu fragt: Ich habe eine MM-Replikation mit zwei Servern. Beide haben auto_increment_increment=10, Server A hat auto_increment_offset=0 und Server B hat auto_increment_offset=1.
Ich lege mir eine Tabelle mit einem auto_increment-Feld (id) an und mache auf Server A einen INSERT, dann kriegt die row id=0, und wird auf B repliziert, richtig? Dann noch einen INSERT auf A, die row kriegt id=10, und wird auf B repliziert.
Wenn ich jetzt auf B einen INSERT mache, welchen Wert kriegt das id in der row?
Statt einer Antwort hier die Methode zum selber rausfinden.
"Ein Ring mit zwei MySQL-Servern und auto_increment_increment" vollständig lesen
Montag, 16. August 2010
Immer mal wieder kommt jemand im Internet auf die Idee, wie man Master-Master und verteilte Transaktionen ganz einfach realisieren kann. MySQL verteilte Daten von Okami ist ein gutes Beispiel für diese Idee: Wir nutzen dabei aus, dass MySQL bei zusammengesetzten Indizes einen AUTO_INCREMENT-Wert pro distinktem Schlüsselpräfix zählt.
Das heißt ganz konkret: Wir legen einen Primär-Schlüssel aus zwei Spalten zusammen. In der ersten Spalte verwenden wir einen sehr kleinen Wert, der die Quelle der Daten kennzeichnet: Source tinyint unsigned NOT NULL; Den zweiten Teil legen wir als einfache ID int unsigned NOT NULL AUTO_INCREMENT an. Und ein Timestamp-Wert bietet sich für das Triggern der Updates an.
Diese Lösung ist exemplarisch schön, weil sie beide Fehlannahmen enthält, die man bei der direkten Lösung des Problems machen kann. - Erstens setzt sie voraus, daß zusammengesetzte Primärschlüssel mit AUTO_INCREMENT portabel sind.
- Zweites setzt sie voraus, daß man mit Timestamps Änderungen replizieren kann.
"Master-Master und Distributed Transactions" vollständig lesen
Nach The Atrocity Archives und The Jennifer Morgue ist The Fuller Memorandum jetzt der 3. Band mit Geschichten von Bob Howard, IT Specialist und Feldagent der Laundry, jener britischen Behörde, die sich darum kümmert, das niemand aus Versehen Cthulhu beweist.
Im Laundryverse ist höhere Mathematik mit schwarzer Magie identisch und kann das Gewebe der Realität umdefinieren, und Verschwörungstheorien werden real, wenn nur genug Leute daran glauben. Im Fuller Memorandum muß sich Bob mit seinem merkwürdigen Chef, Angleton, auseinandersetzen. Wir erfahren, woher er kommt, wieso er nicht wirklich älter wird, und wir lernen eine Menge über das viktorianische London. Stross konsolidiert seine Laundry-Legende etwas, und wechselt die Erzählperspektive: Angleton fordert Bob auf, seine Memoiren zu schreiben, denn er sei ja nun schon länger im Dienst der Laundry und es wäre schlecht, wenn seine Erfahrung verloren ginge - wir bekommen also eine etwas ungewohnte Icherzähler-Perspektive im Präsens, die anfangs etwas Mühe beim Lesen macht. Dafür ist die Story weniger anstrengend als das um Anspielungen und Gags bemühte The Jennifer Morgue, und es beginnt sich abzuzeichnen, wie gritty und blutig das Laundryverse werden wird, sobald die Sterne richtig stehen und CASE NIGHTMARE GREEN eintritt.
The Fuller Memorandum, Charles Stross, EUR 9.90, 384 Seiten.
Samstag, 14. August 2010
-
Zwei Bischöfe wollen wegen Kindesmißbrauch zurücktreten. Aber der Papst sagt 'Nein': « But instead of accepting their resignations the Pope has decided that Bishops Ryan and Fields will instead remain as Auxillary Bishops and will be assigned 'revised responsibilities within the diocese.'»
-
Kirchensteuer und staatliche Zuschüsse: Wer bezahlt was, und wieviel?
-
« Die Verträge, die die Kirchen mit dem Staat schließen, sind wahre Meisterwerke, wenn es darum geht, die Grundregeln der Demokratie auszuhebeln. Sie müssen sich die Verträge vorstellen wie Reusenfallen für Mäuse. Die Maus kommt kinderleicht hinein, aber ohne Hilfe von außen nicht mehr heraus. Bei den Verträgen verhält es sich genauso: Sie werden von den Landesparlamenten mit einfacher Mehrheit beschlossen – geändert werden können sie aber nur noch mit der Zustimmung der unterzeichnenden Kirche.»
(Teil 3, siehe auch Teil1 und Teil 2, Petition hier)
Mein DSL hat 16 MBit im Downstream. Das heißt, ich bekomme 16 000 000 Bit/s geliefert, also etwas unter 2 Megabyte pro Sekunde. Ein Tag hat 86400 Sekunden und würde ich meinen Download rund um die Uhr am Anschlag laufen lassen, wären das etwa 160 GB am Tag. Mit 30 Tagen im Monat also etwa 4.5 Terabyte im Monat als theoretisches Trafficmaximum.
Würde ich das tatsächlich machen, würde mein Provider wahrscheinlich ein ernstes Gespräch mit mir führen, Flatrate oder nicht.
Meistens stehen ausdrückliche Verkehrslimits in den Verträgen im Kleingedruckten ("nicht mehr als 1 TB pro Monat") - insbesondere bei Handy-"Flatrates" - oder sie werden als weiche Klauseln formuliert ("behält sich vor, den Vertrag zu kündigen, wenn mißbräuchliche Verkehrsmengen erzeugt werden"). Erstere Formulierung ist aus Kundensicht weitaus besser als zweitere, denn Verträge macht man ja nicht für die Zeit, wenn man sich lieb hat, sondern für den Fall, daß man einmal Streit hat.
Wenn Provider Verträge untereinander machen, dann stehen da in der Regel untereinander nicht Volumina in den Verträgen ("5 TB pro Monat"), sondern durchschnittliche und Spitzenbandbreiten ("nicht mehr als durchschnittlich 16 MBit/s im Monatsmittel und nicht mehr als 100 MBit/s Spitzenlast"). Diese Werte kann man dann mehr oder weniger direkt in einen Trafficshaper fallen lassen und die Limits umsetzen. Meist steht in so einem Vertrag - wenn die Techniker ihre Anwälte korrekt eingenordet haben - im Rahmen eines Service Level Agreements auch was zu anderen Parametern der Leitung - Verfügbarkeit, Paketverlustraten und Latenzen (Pingzeiten) zum Beispiel.
Der Punkt dabei ist, daß man im Rahmen einer solchen Spezifikation Trafficmanagement betreiben kann.
"Netzneutralität - was ist okay und was ist es nicht?" vollständig lesen
|
Kommentare